Aufwand zu groß : Stoppelcross: Aus nach 40 Rennen

Mit viel Getöse drehten die Stoppelcrosser auf der Bahn in den vergangenen 20 Jahren. ihre Runden. Das ist nun vorbei.
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Mit viel Getöse drehten die Stoppelcrosser auf der Bahn in den vergangenen 20 Jahren. ihre Runden. Das ist nun vorbei.

Zwei Jahrzehnte haben die Teams um Rainer Kluth für Stimmung in Goldenstädt gesorgt: Jetzt wurde der Organisationsaufwand zu groß

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29. April 2017, 16:00 Uhr

Das Dröhnen der Motoren der Stoppelcross-Maschinen in Goldenstädt der vergangenen Saison ist längst verklungen. Und in der neuen, die jetzt beginnt, sorgen sie nicht mehr für Lärm auf der Bahn. Das letzte Rennen 2016 war auch das letzte Stoppel-Cross-Rennen in Goldenstädt überhaupt. „Ja, alle die sich auf neue Rennen in Goldenstädt gefreut haben, müssen wir leider enttäuschen“, erklärt Rainer Kluth. Der langjährige Mit-Organisator und Moderator hat einen Schlussstrich gezogen. Schweren Herzens. Denn immerhin blickt er mit den Team aus den umliegenden Orten wie Uelitz, Boldela und Schwerin auf mittlerweile 20 Jahre Stoppel-Cross-Geschichte zurück.

„Das waren wirklich 40 schöne Rennen, doch der Organisationsaufwand verteilte sich in den vergangenen Jahren immer auf wenige Schultern“, spricht er das Hauptproblem an. Denn nicht etwa die startenden Teams oder die Zuschauer bereiteten Kluth in der Vergangenheit Sorgen. „Man muss an so viel denken, alles muss gut versichert und abgesichert sein. Das packen zwei oder drei Leute nicht allein“, fasst er zusammen. Rainer Kluth und die anderen Organisatoren hatten bis zuletzt gehofft, dass sich noch weitere Mitstreiter finden. „Wir haben die Flinte auch noch nicht völlig ins Korn geworfen“, ergänzt er mit einem Augenzwinkern.

Vorerst würden zwar keine Stoppel-Cross-Teams mehr in Boldela an den Start gehen. „Aber man soll ja niemals nie sagen“, zeigt er sich optimistisch. Und Kluth ist auch dankbar für die vergangenen zwei Jahrzehnte. „Die Gemeinde war uns immer ein guter Partner, doch das allein hat eben nicht ausgereicht.“

Jetzt freut sich Rainer Kluth aber erst einmal auf die nächsten Rennen in Teeswoos und Waschow. Dort wurde die Saison bereits eröffnet – auch mit Fahrern aus der Region.

Still bleibt es in diesem Sommer aber keineswegs auf der Rennbahn in Boldela: Die Anhänger des Stock-Car-Rennens werden wie gewohnt dort ihre Rennen fahren. Am 27. Mai sollen dort dann wieder die Freunde der satten Motorenklänge an den Start gehen. Ob Rainer Kluth dann vor Ort ist, um zuzuschauen, das weiß er noch nicht. „Ein bisschen Zeit bleibt, und der Terminkalender ist auch ohne Stoppelcross stets gut gefüllt“, versichert er.

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