zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 20:40 Uhr

Verkehr in Schwerin : Stimmen für neue Stadionbrücke

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unternehmerverband diskutierte mit Firmenchefs, Kommunalpolitikern und Anliegern über Idee für Rad- und Fußgängerüberweg

von
erstellt am 15.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Die Stimmen für einen Neubau der vor zwei Jahren abgerissenen Stadionbrücke über die Ludwigsluster Chaussee mehren sich. Die Fraktion der Unabhängigen Bürger will auf der nächsten Sitzung der Stadtvertreter am Montag einen Antrag einbringen, um den Oberbürgermeister mit der Prüfung der Möglichkeiten für den Neubau einer Fußgänger- und Fahrradbrücke an Stelle des alten Überweges zu beauftragen. Um das Für und Wider des Projektes zu beleuchten, hatte der Unternehmerverband zu einer Gesprächsrunde in den Radeberger Bierstuben Unternehmer, Kommunalpolitiker und Anwohner eingeladen.

 

„Ich bin kein Freund des neuen Radweges vom Dwang zur Krösnitz, aber ich kann demokratisch gefasste Mehrheitsentscheidungen akzeptieren“, sagte Manfred Strauß von den Unabhängigen Bürgern. „In diesem Falle aber finde ich, wer A sagt, muss auch B sagen. Denn wirklich attraktiv wird so ein Radweg für Touristen nur, wenn sie nicht an der Ampel der Ludwigsluster Chaussee am Osterberg warten müssen, sondern über eine Brücke direkt weiter zum Faulen See fahren können. Und deshalb sollte geprüft werden, ob es Möglichkeiten gibt für einen Brückenneubau“, erläuterte Strauß.

Bedarf scheint es ja zu geben, berichtete Pamela Buggenhagen, Geschäftsführerin des Unternehmerverbandes. Und es seien keineswegs nur Anlieger, die dafür votiert hätten. Auch Seniorenbeirat, Dehoga, ADFC, Behindertenbeirat, Fünf-Seen-Lauf-Verein und andere hätten sich schon für eine Machbarkeitsstudie ausgesprochen. Gegenstimmen indes gab es vom Ortsbeirat und der IHK. Beide hatten ihre Ablehnung damit begründet, dass aus ihrer Sicht Kosten und Nutzen in keinem adäquaten Verhältnis stünden.

Susanne Spieß, Anwohnerin vom Osterberg, machte aber noch auf andere Aspekte aufmerksam: Der auf der Seite der Stellingstraße eingerichtete Weg für Rollstühle und Fahrräder sei schwer zu bewältigen und bei Dunkelheit oder Glätte sehr gefährlich. „Wir vermissen die Brücke“, betonte sie. Harald Spieß ergänzte: „Die Ampel am Osterberg ist schlecht geschaltet. Fußgänger haben sehr lange Wartezeiten und die Grünphase für Autofahrer, die auf die Krösnitz wollen, ist viel zu kurz.“ Unternehmer Holger Herrmann brachte eine weitere Überlegung ins Spiel: Eine einzige Zufahrt für Rettungsfahrzeuge sei zu wenig. Eine neue Brücke sollte deshalb auch als Rettungsweg ausgelegt sein. Der Unternehmerverband werde die Ergebnisse des Forums den Stadtvertretern zur Kenntnis bringen, versprach Pamela Buggenhagen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen