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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 22:49 Uhr

Geschichte : Stiftung Mecklenburg öffnet sich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zur Traditionspflege kommen Förderung junger Künstler, Unterstützung der Ortschronisten und Projekte im ganzen Land hinzu

von
erstellt am 28.Mai.2015 | 16:00 Uhr

Frischer Wind in der Stiftung Mecklenburg: Die neue Geschäftsführerin, Dr. Ulrike Petschulat, setzt auf ein breites Arbeitsspektrum und mehr Öffentlichkeit.

Das alte Standbein, die Heimat- und Traditionspflege wird ausgebaut. „Wir wollen mit dem neuen Landesheimatverband eine Kooperationsvereinbarung schließen“, kündigt Dr. Petschulat an. Der Vorteil: Die Strukturen der Stiftung könnten genutzt werden zur Koordinierung der Heimatpflege über die Förderung der niederdeutschen Sprache bis hin zur Vergabe von Fördermitteln des Landes. Auch jetzt schon sei die Stiftung in diesen Bereichen über die Sammlungs- und Bewahrungsaufgabe hinaus selbst aktiv, habe beispielsweise bei Projekten wie dem virtuellen Landesmuseum mitgewirkt oder Ausstellungen wie die derzeit laufende „Sonaten der Farbe“ zum Werk von fünf Mecklenburger Malerinnen selbst gestaltet.

Sehr gefragt ist die Stiftung Mecklenburg derzeit als Partner der Heimatforschung, berichtet Petschulats Stellvertreter Dr. Florian Ostrop. Der von Dr. Reno Stutz erarbeitete Leitfaden für Ortschronisten werde sehr intensiv nachgefragt. Insbesondere in den Dörfern sei das Interesse an der Heimatgeschichte sehr gewachsen. „Wir bieten deshalb auch Schulungen für Ortschronisten an“, sagt Dr. Ostrop.

Ähnlich gefragt ist auch die kleine Niederdeutsch-Anleitung. „Die Handreichung für die frühkindliche Bildung ist mit vielfältigen Spielen versehen und wird gern von Kita-Erzieherinnen genutzt. Wir planen jetzt gemeinsam mit Partnern, das Material weiter zu entwickeln für Grundschulen“, erklärt Dr. Petschulat. Als Geschäftsführerin der Stiftung ist sie auch in den Niederdeutsch-Beirat des Landes berufen.

Neu in der Arbeit der Stiftung ist die Förderung des künstlerischen Nachwuchses im Lande. Das Kultusministerium stellt dafür rund 215 000 Euro zur Verfügung, der Landeskulturrat wählt die Projekte aus, die Stiftung organisiert die Umsetzung. Gefördert werden zum Beispiel im Bereich Bildende Kunst ein Talente-Workshop auf Schloss Plüschow, wo Schüler eine Woche lang individuell unter Anleitung von Künstlern arbeiten können. Oder ein Künstlerlabor in Rostock, das speziell für interdisziplinäres Arbeiten konzipiert ist.

Weitere Projekte im Literaturbereich sind ein Niederdeutsch-Workshop in Barth und ein Poeten-Camp für junge Leute auf Hiddensee im Gerhart-Hauptmann-Haus. Unterstützt wurden jüngst das Landesrockfestival, Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musisiert“ und des Festivals „Verfemte Musik“ sowie ein Tanztheaterfestival in Rostock.

 

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