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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 14:21 Uhr

Statt Geld in der Tasche nun Gitter vor Augen

vom

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erstellt am 31.Aug.2012 | 06:58 Uhr

Schwerin | So hatten sich ein 30-Jähriger aus Wismar und ein 20-jähriger Schweriner ihren Ausflug nach Lankow nicht vorgestellt. Beide gehen nun getren nte Wege: Der eine sitzt im Jugend gefängnis in Neustrelitz, der andere befindet sich in der Justiz vollzugsanstalt in Bützow. Tatvorwurf: räuberische Erpressung. Kennen gelernt hatten sich die beiden Männe r nach Angaben der Polizei bei einem Klinikaufenthalt in der Landeshauptstadt.

Was sich am Montag dieser Woche abges pielt hat, schildert Astrid Böhm vom Schweriner Kriminalkommissariat so: Auf einer Tankstelle hätten sich die Männer zunächst gemeinsam vergnügt und sich dann zur Wohnung des 20-Jährig en begeben. "Irgendwann fiel dem jüngeren Mann ein, dass ihm ein Lankower noch etwas schuldet", berichtet Böhm. Zusammen seien der 20-Jährige und der 30-Jährige noch am selben Abend nach Lankow aufgebrochen, sagt Böhm. Auf der Suche nach dem Mann mit dem Geld hätten sie in einem bestimmten Haus bei verschiedenen Bewohnern geklin gelt. "Ein Mieter bat den 20-Jährigen schließlich in seine Wohnung, um ihm zu erklären, wo sich der gesuchte Mann aufhält", schildert Böhm. Womit der 31-jährige Hinweisgeber nicht gerechnet habe: "Er wurde selbst zum Opfer."

Nach Erkenntnissen der Polizei ist der 30-Jährige dem 20-Jährigen in die Wohnung gefolgt. Beide Männer hätten dann den Mieter bedrängt und ihn zur Herausgabe von Geld und Handy auf gefordert, sagt Böhms Kollege, Klaus-Dieter Lauber. Mit dem Mobiltelefon des 31-Jährigen seien die beiden Tatverdächtigen dann verschwunden - und im Treppenhaus geradewegs der alarmieren Polizei in die Arme gelaufen. Sowohl der 20-Jährige als auch der 30-Jährige sind polizeibekannt, wie Lauber betont. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe das Schweriner Amtsgericht Haftbefehl gegen die Männer erlassen.

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