Schwerins Kultur : Städtischer Club bietet Vielfalt

Carmen Orlet und Hugo Dietrich brachten Lieder und Geschichten zu Regine Hildebrandt gefühlvoll auf die Speicher-Bühne.
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Carmen Orlet und Hugo Dietrich brachten Lieder und Geschichten zu Regine Hildebrandt gefühlvoll auf die Speicher-Bühne.

Speicher startet ins neue Jahr mit breit gefächertem Programm: Politisches Lied-Projekt zu Regine Hildebrandt kommt gut an

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15. Januar 2018, 08:00 Uhr

Sind politische Lieder aus der Mode gekommen odern nur etwas für Parteitage? Keineswegs. Der Speicher, das soziokulturelle Zentrum der Landeshauptstadt, geht da mutig voran. Nach zwei brechend vollen Konzertabenden mit der Coverband „Dire Strats“ zog auch das musikalische Regine-Hildebrandt-Projekt von Carmen Orlet und Hugo Dietrich viele Schweriner in den Club.

„Es ist ganz toll, was hier alles geboten wird“, lobte Friedel Koska. Die Schwerinerin hatte selbst Briefkontakt mit Regine Hildebrandt, der brandenburgischen SPD-Politikerin, die nach der Wende eine ostdeutsche Symbolfigur wurde, die mit Volksverbundenheit und Menschlichkeit bestach. Friedel Koska brachte einige Briefe mit und plauderte mit den Sängern.

Carmen Orlet kannte Regine Hildebrandt persönlich, sie wohnten am selben See. Der Kontakt zur Familie der Verstorbenen bestehe noch heute, erzählt die Sängerin, die auch in Schwerin Wurzeln hat. „Ich habe hier am IfL studiert und später bei den Sturmvögeln gesungen.“

Für den politischen Liederabend hatte das Duo auch zahlreiche Songs von Gerhard Gundermann ausgewählt. „Ich habe in Gundis Band gespielt“, sagt Gitarrist Hugo Dietrich. Titel aus Brechts Dreigroschenoper gehörten ebenso zum Programm wie Live-Mitschnitte von Hildebrandts Reden, weitere Texte und eigene Lieder und Geschichten.

Für dieses Jahr hat Speicher-Leiter Dieter Manthey wie gewohnt ein Programm mit großer Bandbreite organisiert. „Der Club funktioniert nur so gut durch die vielen Facetten der Angebotspalette von Konzerten über Kabarett und Comedy bis hin zu Lesungen und Kinderveranstaltungen“, sagt der erfahrene Manager und fügt hinzu: „Zudem haben wir als kommunale Einrichtung auch einen Bildungsauftrag.“ Dazu gehöre, den Schwerinern auch neue, hier noch wenig bekannte, aber international erfolgreiche Musiker live vorzustellen. So kommen neben Quotenbringern wie Wingenfelder, Inga Rumpf, Reinhold Beckmann, Ulla Meinicke, Rockhaus, den Frontmännern der Hollies, Sweet und die Brit-Rocker von 10cc oder AC/DC-Drummer Chris Slade auch junge Leute auf die Speicher-Bühne wie etwa zum Monatsende Christina Martin aus Kanada oder „The new Roses“ aus Deutschland Anfang Februar.

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