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Wir in Mueß : „Nur frischer Fisch“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gerd Eberwein führt den Fischereihof in Mueß und legt besonderen Wert auf Qualität

von
erstellt am 15.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Vorbei am traditionsreichen Museumsdorf. Links abbiegen. Noch ein kleines Stückchen gerade aus. Der Besucher kommt nun auf den Parkplatz des Fischereihofs in Mueß. Sieht das hübsche weiße Fischerhaus. Das Wasser. Die Netze. Die Boote. Das Häuschen, in dem der Fisch geschlachtet und verkauft wird. In die Nase steigt Seeluft. Es ist ruhig. Idyllisch. Ab und zu hört man es plätschern. Vom See – klar. Aber auch durch das Auf-und-ab-Springen der Fische. Karpfen, Forellen, Saiblinge, Aale, Störe, Welse, Krebse und Hechte. Sie alle schwimmen in den Hälterkäfigen, die im Schweriner See versenkt sind. „Der beste Fisch ist der lebende. Denn er ist der frischeste“, erklärt Fischereihof-Chef Gerd Eberwein. Qualität stehe für ihn an erster Stelle und die sei eben nur mit frischem Fisch gesichert, bekräftigt er.

Jeden Morgen fährt Gerd Eberwein früh mit seinem Boot raus. „Im Sommer um fünf Uhr, im Winter gegen sieben Uhr – es muss hell sein, wir müssen was sehen können“, sagt er. Wenn der Fischer über seine Arbeit spricht, klingt seine Stimme stolz.

Gerd Eberwein machte sich 1998 mit seinem eigenen Fischereihof in Mueß selbstständig. Und diesen Schritt bereue er nicht, auch wenn es nicht immer leicht war. „Es hat sehr viel Geld gekostet – rückblickend bin ich etwas blauäugig an die Sache heran gegangen“, erklärt Eberwein. Mittlerweile sei er mehr Fischhändler als -züchter. Denn: Nur wenig des zu verkaufenden Fisches hole er aus seiner 483 Hektar großen Pachtfläche des Schweriner Sees. Es reiche längst nicht aus, um seinen Kunden ein breites Angebot zu bieten. Hechte, Aale und Maränen kommen beispielsweise aus dem See. „95 Prozent muss ich dazukaufen“, erklärt der Fischer. Und damit auch hier die Qualität stimme, fährt er ein paar Mal die Woche zum Großmarkt, aber auch direkt nach Wismar oder Warnemünde und holt den Fisch direkt fangfrisch vom Kutter.

Den Fisch bekommt man direkt auf dem Fischereihof zu kaufen. „Der Kunde sucht sich seinen Lebendfisch aus. Wir holen ihn aus dem Wasser, schlachten ihn, nehmen ihn aus – alles wie gewünscht“, erklärt Eberwein. Flunder, Barsch und Lachs kann sich der Kunde u.a. im Verkaufshäuschen aussuchen. „Diese Fische liegen auf Eis“, sagt der Schweriner. Und auch auf den Wochenmärkten können Landeshauptstädter zuschlagen: „Wir stehen mittwochs in der Stadt und freitags auf dem Berliner Platz“, erklärt er. Und noch etwas habe Eberwein in Planung: „Bald möchten wir auch einen Fischimbiss hier auf unserem Gelände eröffnen.“

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