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Wir in Lankow : Lankower Riesen werden abgerissen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Hochhäuser sind für die Wohnungsgesellschaft grobe Verlustbringer

von
erstellt am 28.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Sie sind hoch. Grau. Einst waren sie massiv. Ragten stolz in die Höhe. Gaben vielen Schwerinern ein Zuhause. Doch die besten Zeiten haben die Riesen längst hinter sich: Die Hochhäuser in Lankow. „Sie kosten viel Geld. Sind marode. Und brandschutztechnisch bei Weitem nicht auf dem notwendigen Stand“, erklärt Thomas Köchig, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Schwerin  (WGS).

Derzeit seien die Hochhäuser in der Plöner Straße und der Eutiner Straße große Verlustbringer. Grund ist der hohe Leerstand. Die umfassenden Sanierungsarbeiten, die notwendig wären,  würden die finanziellen Mittel der WGS schlichtweg übersteigen. Und aus diesem Grund sollen die Hochhäuser dem Erdboden gleichgemacht werden. Den Anfang soll das Gebäude in der Plöner Straße machen. „Geplant ist, dass wir mit den Vorbereitungen für den Rückbau 2016 beginnen und 2017 abreißen“, so Köchig. Ein Jahr später solle dann das Haus in der Eutiner Straße folgen.

Doch es gibt ein Problem: „Momentan stocken die Planungen, weil sich das Land nicht mehr zur Abrissförderung äußert“, berichtet Köchig. Und diese Förderung sei dringend notwendig. Denn: Die Kosten für den Rückbau von nur einem Haus belaufen sich auf etwa 800000 Euro. Und die hat die WGS nicht. „Wir halten an dem Vorhaben weiter fest“, so der WGS-Geschäftsführer.

Im Haus in der Plöner Straße sind 96 Wohnungen bewohnt, 144 stehen leer. In der Eutiner Straße sind noch 104 belegt, 136 verlassen. Angst, dass sie allein gelassen werden,  müssen die Bewohner nicht haben, verspricht Köchig. „Wir führen mit allen Mietern Gespräche. Und wollen ihnen helfen die richtige Wohnung, die für ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist, zu finden“, beruhigt Thomas Köchig.

 

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