Wir im Mueßer Holz : Hier wird Integration gelebt

<p>Karte: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, OaDbL 1.0 </p>
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Karte: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, OaDbL 1.0

Das Mueßer Holz ist der jüngste Ortsteil und Wohnort vieler Neu-Schweriner

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02. März 2016, 23:25 Uhr

„Dreesch drei“ sagen die alten Schweriner, wenn sie vom Mueßer Holz reden. Denn der jüngste Stadtteil der Landeshauptstadt entstand als dritter Bauabschnitt des Neubaugebietes Großer Dreesch. Der Startschuss fiel am 21. Mai 1978. Auf 107 Hektar Fläche wurden 9623 Wohnungen für etwa 29 000 Einwohner errichtet.

Heute leben nur noch ein Drittel so viele Schweriner wie früher in dem insgesamt 266 Hektar großen Stadtteil. Zahlreiche Blöcke sind seit der Wende abgerissen worden, mehr als 1000 Wohneinheiten wurden „zurückgebaut“. Im Zuge diverser Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung, die mit Fördergeldern in Millionenhöhe aus diversen Programmen finanziert wurden, hat sich das Antlitz des Mueßer Holzes erheblich verändert. Die einstige enge Blockbebauung wurde aufgelockert, überall sind Grünanlagen enstanden, beispielsweise der Familienpark, der Plattenstern oder der Gorodki-Park.

Dieser weist auf eine weitere Besonderheit des Mueßer Holzes hin: Hier leben besonders viele Russlanddeutsche und weitere Neu-Schweriner. Damit ist dieser Stadtteil zugleich aber auch Vorbild für gelebte Integration. Nirgendwo sonst in der Landeshauptstadt gibt es so viele Vereine und Initiativen, die sich Integration auf die Fahnen geschrieben haben, wie hier. Kuljugin, der Verein für kulturelle Jugendarbeit und Integration, ist einer der aktivsten und gehört mit mehr als 200 Mitgliedern auch zu den größten. Der Verein Wissen besticht mit einer großen Bandbreite an pädagogisch betreuten Angeboten. Das Schweriner Haus der Behinderten und Senioren, das Bertha-Klingberg-Haus in der Max-Planck-Straße 9a, ist offen für alle Bewohner der Landeshauptstadt

Gret-Doris Klemkow, die Ortsbeiratsvorsitzende, fasst diese Spezifik so zusammen: „Hervorheben möchte ich, dass hier alteingesessene Schweriner in guter und freundschaftlicher Nachbarschaft mit Neu-Schwerinern aus mehr als 90 unterschiedlichen Herkunftsländern Tür an Tür leben.“

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