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Wir in Medewege : Grünes Paradies im Norden der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Hof-Gärtner in Medewege ernten das ganze Jahr Kräuter und Gemüse

svz.de von
erstellt am 21.Apr.2016 | 10:02 Uhr

Zwölf Hektar: So groß ist das „Revier“ von Rainer Holst. Der Schweriner ist Chef der Gärtnerei beim Hof Medewege. „ Wir pflanzen und ernten das ganze Jahr über“, erzählt Holst. Je nach Jahreszeit variiere dabei das Saatgut. Zurzeit ernten die Gärtner im Norden Schwerins Spinat, Lauch Zwiebeln und Radieschen.

Im Laufe des Jahres wechseln nicht nur Kräuter und Gemüse, sondern auch die Zahl der Mitarbeiter. „Im Durchschnitt sind wir zu zwölft. Im Sommer kommt dann aber noch der ein oder andere Saisonarbeiter dazu“, sagt der Chef-Gärtner.

Niels Winter ist seit September 2014 auf dem Hof. An der Arbeit als Gärtner schätzt er die Abwechslung: „ Aktuell beginnt der Tag um 8 Uhr. Vor dem Frühstück ernten wir, gegen Mittag waschen wir Kräuter und Gemüse.“ Danach wird die frische Ware abgepackt und für die Lieferung fertig gemacht. In den Sommermonaten müssen die Gärtner schon früher raus. „Wenn gegen Nachmittag 30 Grad plus herrschen, müssen wir natürlich schon möglichst früh ernten und waschen. Sonst verwelkt der Salat“, erklärt Winter.

Rainer Holst ist seit Beginn dabei, er gründete die Gärtnerei 2002 aus einem bereits vorhandenen Landwirtschaftsbetrieb. Holst arbeitet nicht nur in der Gärtnerei auf dem Hof Medewege, er lebt auch dort. Er und seine Mitarbeiter haben Erfolg. „Erst vor Kurzem haben wir neue Flächen dazugekauft“, sagt Holst. Natürlich gehe es auch für die Gärtnerei vom Hof Medewege um die Wirtschaftlichkeit, jedoch spiele Nachhaltigkeit die größte Rolle: „Was helfen uns kurzfristige Erfolge, wenn wir auch noch in einigen Jahren auf diesem Boden säen und ernten wollen?“, fragt Rainer Holst. Langfristig sei es viel wichtiger, eine vernünftige Kompostwirtschaft aufzubauen.

30 Kilogramm Spinat ernten die Gärtner im Norden der Landeshauptstadt, dazu kommen noch rund 1000 Bund Lauchzwiebeln – täglich. Ein paar Stiefmütterchen gibt es zwar auch am Hof Medewege, die seien aber nicht das Standbein. „Am wichtigsten ist die Organisation. Ohne Planung funktioniert auch bei uns nichts“, sagt Holst.

Während im Zentrum der Stadt der Trubel herrscht, geht es in Medewege eher ruhig zu. Rainer Holst und seine Gärtnerkollegen schätzen genau diese Ruhe und die Natur, im Norden Schwerins.

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