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Schwerin: Unerfüllte Kinderwünsche : Stadtteile wetteifern um Spielplätze

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Die Görrieser kämpfen schon lange für einen neuen Spielplatz. Aber kurz gesagt: Es fehlt an Platz und Geld. Die Landeshauptstadt hat mit dem Zehn-Millionen-Euro-Sparpaket auch bei den Spielplätzen den Rotstift angesetzt.

svz.de von
erstellt am 14.Jul.2013 | 08:04 Uhr

Schwerin | Die Görrieser kämpfen schon lange für einen neuen Spielplatz. Aber kurz gesagt: Es fehlt an Platz und Geld. Überhaupt ist alles kompliziert. .- gegenüber der Kita "Die kleinen Schulzen" im Schulzenweg. Aber die Stadt will das Grundstück verkaufen. Im September oder im Oktober wollen die Mitglieder des Ortsbeirates noch einmal Druck machen. Eigentlich sollte der Stadtteil Ende dieses Jahres einen neuen Spielplatz bekommen. Kostenpunkt: 100 000 Euro. Das Projekt hatte "Prioritätsstufe Eins" in der Spielplatzkonzeption der Stadt - passiert ist bislang nichts.

Ein Grund: Die Landeshauptstadt hat mit dem Zehn-Millionen-Euro-Sparpaket auch bei den Spielplätzen den Rotstift angesetzt. Die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS) können mit dem verbliebenen Budget defekte Spielgeräte nur noch entfernen, kaum noch ersetzen. In Schwerin gibt es aktuell 73 kommunale Spielplätze und 102 in Trägerschaft einer Wohnungsgesellschaft. Eigentlich stehen jährlich etwa 75 000 Euro für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten zur Verfügung. Davon werden Ersatzteile beschafft bezieh ungsweise Buddelsand ausgetauscht oder gereinigt. Ein Trupp der SDS hält Schwerins Spielplätze in Schuss. Die Mitarbeiter buddeln beispielsweise einmal jährlich die Fundamente jedes Klettergerüstes frei, um die Standfestigkeit zu überprüfen. Einmal pro Woche nehmen die vier Außendienstmitarbeiter jeden Spielplatz im Stadtgebiet in Augenschein. Klettergeräte haben im Schnitt eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren. Eine komplette Konstruktion mit Rutschenturm und Reifenschaukeln kann laut SDS mit mehr als 7000 Euro zu Buche schlagen. Etwa 100 000 Euro werden laut SDS in Rekonstruktionen und komplette Teilsanierungen von Spielgeräten gesteckt.

Die aktuelle Spielplatzkonzeption der SDS sieht sogar weit höhere Investitionen vor. Eigentlich wollte die SDS in diesem Jahr 760 000 Euro in neue Spielplätze und Geräte stecken - in den nächsten fünf Jahren sogar 1,6 Millionen Euro. Zumindest bis 2014 sollten die Spielangebote in der Schelfstadt, in Friedrichsthal, auf dem Großen Dreesch und in Warnitz ergänzt werden. Neubauten sind ebenfalls in Görries und auch in Warnitz erforderlich. Teilweise saniert werden müssen der Bolz- und Streetballplatz am Fridericianum, die Skateboard-Anlage in Lankow sowie die Spielplätze in der Großen Wasserstraße und am Kleinen Kamp. Eine Komplettsanierung ist im Nedderfeld und am Schelfmarkt erforderlich. Am aufwändigsten sind dabei die beiden Neubauten in Warnitz und Görries mit jeweils 100 000 Euro sowie die Skateboard-Anlage mit 255 000 Euro.

Die SDS haben für die Spielplatzkonzeption analysiert, in welchem Stadtteil wie viele Einwohner leben und wie hoch der Kinderanteil ist. Nach einem Richtwert der Deutschen Olympischen Gesellschaft gilt eine Spielfläche von 2,25 Quadratmetern pro Einwohner als ausreichend. In Plattenbaugebieten ist der Bedarf etwas höher als in Eigenheimgebieten.

Mehr Platz zum Spielen :

Die Pläne für 2013• Friedrichsthal: weitere Geräte geplant,
Investition: 25 000 Euro
• Feldstadt: Teilsanierung des Bolz- und Streetballplatzes Fridericianum und des Spielplatze Große Wasserstraße geplant, Investition: je 25 000 Euro
• Großer Dreesch: Neue Spielgeräte geplant, Investitionen: 45 000 Euro;
Ausbau vorhandener Spielplätze,
Investition: 45 000 Euro
• Görries: Kein Spielplatz vorhanden, neue Anlage geplant, Investition: 100 000 Euro
• Lankow: Teilsanierung Skateboardanlage, Investition: 255 000 Euro
• Mueß: Sanierung des Spielplatzes Nedderfeld, Investition: 45 000 Euro
• Schelfstadt: Sanierung Spielplatz Am Schelfmarkt geplant,
Investition: 45 000 Euro;
weitere Spielgeräte geplant,
Investition: 45 000 Euro
• Warnitz: Spielplatzneubau geplant,
Investition: 100 000 Euro;
Neue Geräte, Investition 25 000 Euro;
Teilsanierung des Spielplatzes Kleiner Kamp, Investition: 25 000 Euro

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