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Missbrauchsskandal in Schwerin : Stadtpolitiker kritisieren Power for Kids

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Untersuchungsausschuss verärgert: Neue Vereinsführung zeige wenig Gesprächsbereitschaft

Die Türen des Kinder- und Jugendtreffs „Power for Kids“ im Mueßer Holz stehen wieder offen. Der Trägerverein hat mit der Stadt eine Zielvereinbarung unterschrieben, in der von Zusammenarbeit die Rede ist, doch es gibt für viele Kommunalpolitiker Grund zur Kritik. Der Jugendhilfeausschuss hat deshalb den Vereinsvorstand zu seiner nächsten Sitzung am 1. Juni eingeladen. Er sieht unter anderem die Frage nach der „Aufarbeitung der Geschehnisse im Verein und die Umsetzung der Ergebnisse dieser Aufarbeitung in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen“ nicht beantwortet.

Auch der zeitweilige Ausschuss zur Aufklärung des Umgangs des Jugendamtes mit den Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit dem Verein „Power for Kids“ hat Fragen. Doch der Vereinsvorstand habe die Bitte nach Erscheinen im Ausschuss abgelehnt, informierte Ausschussvorsitzender Sven Klinger die Mitglieder auf der gestrigen Sitzung. Er habe den Gegenvorschlag unterbreitet, dass Klinger unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Verein besuchen könne. Diese Haltung sorgte bei den Kommunalpolitikern für Verärgerung.

Im Mittelpunkt der Tagung des Sonderausschusses stand indes die Befragung von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Sie stellte sich den Fragen in öffentlicher Anhörung. Da sie jedoch an allen Sitzungen des Gremiums teilgenommen und dabei bereits laufend Fragen beantwortet hatte, brachte die Befragung keine neuen Erkenntnisse. Gramkow verwies auf die auf Stadtvertreterbeschluss vom Vorjahr eingeleitete Neustrukturierung des alten Jugendamtes und ihre nach Vorlage des internen Prüfberichts zu Jahresbeginn vorgelegten Schlussfolgerungen und eingeleiteten Disziplinarmaßnahmen.

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erstellt am 25.Mai.2016 | 20:55 Uhr

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