zur Navigation springen

Nahverkehr : Stadtbusse müssen an der Umland-Grenze wenden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neuregelungen zum Jahreswechsel auf Linien nach Pinnow, Lübstorf und vielleicht auch für Pingelshagen

von
erstellt am 06.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Bislang haben nur die Wittenfördener Gewissheit: Für sie ändert ändert sich beim Nahverkehr zum Jahreswechsel nichts. Die Schweriner Stadtbusse fahren wie bislang nach Sacktannen und weiter nach Wittenförden und von dort in die Landeshauptstadt. Wie die Busse auf den anderen drei Linien, die der Schweriner Nahverkehr seit Jahrzehnten in Richtung Pinnow, Lübstorf und Pingelshagen bedient, im neuen Jahr rollen, das steht noch nicht fest.

Klar ist aber schon, dass die Linien nach Pinnow und Lübstorf vom jeweiligen Busbetrieb des Kreises bedient werden müssen. Aus den Kreisverwaltungen heißt es dazu übereinstimmend, dass das Nahverkehrsangebot in Umfang und Qualität erhalten bleiben soll. Denn in beiden Kreisen soll der jeweils eigene Busbetrieb gestärkt werden. Da zum Jahresende die Konzession des Schweriner Nahverkehrs auslief, erfolgt nun dieser radikale Umbruch.

Norbert Klatt kann das nicht nachvollziehen, denn die Schweriner haben diese vier Linien seit Jahrzehnten zuverlässig abgedeckt. Auch die Aussage, dass der Nahverkehr zu teuer sei, weist Klatt zurück: „Wir bieten einen ganz anderen Service und mehr Leisttungen als ein Überlandbus an“, betont Klatt. So sind die modernen Stadtbusse für Rollstuhlfahrer geeignet. Gezahlt wird am Automaten und nicht beim Fahrer. Und es ist eine Verknüpfung mit den Nahverkehrsnetz in der Stadt möglich. Künftig wird der Fahrgast auf diesen Linien zweimal zahlen – für Fahrt in die Stadt hinein und nochmals für die Fahrt innerhalb der Stadt.

Gundolf Landsberg vom Kreis Ludwigslust-Parchim führt die höheren Kosten für die vielen Kilometer auf der Pinnower Strecke als Grund an, warum dort die Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim übernehmen soll. Zu Fahrpreisen und Änderungen an der Strecke konnte Landsberg jetzt noch nichts sagen. Nach Wittenförden hinaus verläuft die Busstrecke hingegen zumeist auf Stadtgebiet. Auf der Linie 12 bleibt daher alles beim Alten. Der Vertrag zwischen Kreis Ludwigslust-Parchim, Gemeinde Wittenförden und Schweriner Nahverkehr ist unterzeichnet.


Schweriner Nahverkehr stellt seinen Fahrplan um


Nordwestmecklenburg wiederum hat einen ehrgeizigen Nahverkehrsplan beschlossen. Dort sollen die Fahrgastzahlen verdoppelt werden. Vorgesehen ist u.a., dass das Unternehmen Nahbus zwischen Wismar und Schwerin im Stundentakt Busse fährt – parallel zur Bahnstrecke.

Über die Linie 18 bis Pingelshagen sollen in dieser Woche noch Gespräche mit Schwerin geführt werden, sagt Nahbus-Geschäftsführer Jörg Lettau. Auch an der Linie nach Lübstorf sieht er noch Verhandlungsspielraum. Bei Pingelshagen geht es konkret darum, dass die dort wendenden Stadtbusse an der Haltestelle weiterhin Fahrgäste aussteigen lassen und aufnehmen dürfen.

Nach Pinnow und Lübstorf fahren aber keine Stadtbusse mehr. Noch vor der Stadt-Umland-Grenze wird gewendet. „Wir stellen unsere Fahrplan komplett um“, erläutert Klatt. Im neuen Jahr geht es auf der Linie 8 nur bis zur Wendeschleife Wickendorf. Dadurch entfällt dort die letzte Haltestelle auf Schweriner Gebiet – und alle im Nordwesten. Dafür fahren diese Busse in der Stadt bis zur Jugendherberge. Auch andere Linien in der Stadt werden angepasst.

Ähnlich sieht es an der Linie 6 aus. Schluss ist künftig am Störkanal, am Wendepunkt Fähre entsteht eine Haltestelle. Hinzu kommt es ein Ausbau der Linien nach Stern Buchholz und Göhrener Tannen. Dennoch fallen durch die Reduzierung drei bis vier Arbeitsplätzen beim Schweriner Nahverkehr weg. „Es muss niemandem gekündigt werden, das regeln wir betriebsintern“, betont Klatt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen