Ball liegt bei der Politik : Stadt will Sporttreiben teurer machen

In einer Schulsport-Arbeitsgemeinschaft können sich Kinder der 1. und 2. Klassen mit dem Fechtsport anfreunden. Geht es nach der Stadtverwaltung, wird die Trainingsstunde deutlich teurer.
1 von 1
In einer Schulsport-Arbeitsgemeinschaft können sich Kinder der 1. und 2. Klassen mit dem Fechtsport anfreunden. Geht es nach der Stadtverwaltung, wird die Trainingsstunde deutlich teurer.

Vorlage der Verwaltung sieht drastische Erhöhung der Nutzungsgebühren vor – Stadtvertreter entscheiden heute

svz.de von
08. Dezember 2013, 23:14 Uhr

Heute Abend sollen die Stadtvertreter im Rathaus auch über die Erhöhung der Nutzungsgebühr für Sportstätten entscheiden. Doch bei der Frage, was künftig für eine Stunde in der Turnhalle oder auf dem Sportplatz zu zahlen sein soll, gibt es wenig Zustimmung für den Verwaltungsansatz, Mehreinnahmen für die Stadt zu generieren.

Die Verwaltung hat daher bereits am vergangenen Dienstag im Hauptausschuss einen Kompromissvorschlag unterbreitet. Dieser sieht für Schulen in freier Trägerschaft vor, von Jahresbeginn an das Entgelt auf 13,50 Euro zu verdoppeln und ab August auf 30 Euro pro Halleneinheit anzuheben. Dennoch scheiterte die Vorlage. „Wir sind nach wie vor bereit, eine maßvolle Anhebung der Nutzungsentgelte mitzutragen. Dennoch habe ich für meine Faktion nicht zustimmen können, weil der Kompromissvorschlag zwar ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber die Ungleichbehandlung für Schulen in freier Trägerschaft nicht begründbar ist“, sagte Silvio Horn, Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Bürger. „Das ist schlicht ungerecht.“

Auch die Schweriner SPD spricht sich gegen die geplante Erhöhung der Gebühren für die Nutzung von Sporthallen und Sportplätzen aus. „Aufgrund der hohen Kosten für die Bewirtschaftung der Sportanlagen ist eine Erhöhung der Gebühren erstmals seit sieben Jahren grundsätzlich nachvollziehbar. Die geplante Gebührenverdoppelung wäre den mehr als 15 000 Sportlern in den mehr als 100 Schweriner Sportvereinen aber nur zuzumuten, wenn es gleichzeitig zu verbesserten Bedingungen für sie kommen würde“, so SPD-Kreisvorsitzender Christoph Gagzow. Darüber hinaus bedauern die Sozialdemokraten, dass für 2014 zu wenig Geld für Sportanlagen bereit gestellt wird. „Wir könnten damit leben, bei Verkehrsprojekten einzusparen, wenn dieses Geld in den Sport investiert wird. Wir werden der geplanten Gebührenerhöhung nicht zustimmen“, so Gagzow.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen