Schwerin : Stadt will soziale Spaltung stoppen

Politik beschließt Handlungsprogramm zum Wohnungsbau – SPD: Konzept reicht nicht aus

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07. Dezember 2019, 05:00 Uhr

„Ein Plan zum sozialen Wohnen ist mehr als eine Liste, die geförderte Wohnungsbauvorhaben aufzeigt“, sagt der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Stadtvertretung, Christian Masch. Er hatte in der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter beantragt, das Handlungsprogramm der Stadt „Sozialer Wohnungsneubau, Integrierte Stadtentwicklung und gemeinwohlorientierte Bodenpolitik Schwerin“ noch einmal grundlegend zu überarbeiten. Konzepte etwa auch zum gesellschaftlichen Miteinander, zur Bildung und zum Nahverkehr müssten zusammengefügt werden, um die soziale Spaltung in Schwerin zu stoppen, hatte Masch argumentiert.

Doch eine Mehrheit in der Stadtvertretung beschloss das Handlungsprogramm in der vorliegenden Form. Die SPD fordere einen Idealfall, sagte Linken-Stadtvertreter Gerd Böttger. Das von der Stadt vorgelegte Papier sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, „besser als nichts“. Dieser Ansicht schloss sich unter anderem auch CDU-Fraktionschef Gert Rudolf an. Baudezernent Bernd Nottebaum bezeichnete das vorgelegte Handlungsprogramm in der Sitzung im Rathaus als beispielhaft für Mecklenburg-Vorpommern.

Das Handlungsprogramm definiert Standorte für sozialen Wohnungsneubau in Schwerin und benennt Flächen und Maßnahmen für die Bildung von Wohneigentum in den Stadtumbau-Quartieren Neu Zippendorf und Mueßer Holz. Das Konzept beschreibt zugleich Standorte, für die die Stadt eine gemeinwohlorientierte, vorausschauende Liegenschaftspolitik anstrebt.



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