Erstklässler in Schwerin : Stadt will neue Schulen bauen

Schon länger in der Diskussion: Für die marode John-Brinckman-Grundschule in der Weststadt soll ein Neubau mit höherer Kapazität her.
Schon länger in der Diskussion: Für die marode John-Brinckman-Grundschule in der Weststadt soll ein Neubau mit höherer Kapazität her.

An den staatlichen Grundschulen in Schwerin sind die Kapazitäten für das kommende Schuljahr vollkommen ausgeschöpft

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01. März 2016, 21:00 Uhr

An den acht staatlichen Grundschulen in der Stadt wird es zum kommenden Schuljahr eng. Die Stadtvertreter haben beschlossen, dass insgesamt 28 Eingangsklassen mit jeweils 26 Schülern gebildet werden. Nur an der Brinckmanschule sind es 24 Schüler pro Klasse. Damit stehen 722 Plätze in den ersten Klassen zur Verfügung. Wie viele Kinder jedoch tatsächlich die Schulen besuchen werden, ist noch unklar. Derzeit liegen 790 Anmeldungen vor. Die Hoffnung der Verwaltung: Nach den Schuleingangsuntersuchungen und nach Ummeldungen an Privatschulen werde sich die Zahl verringern.

Für die Planungen erntete die Stadtverwaltung viel Kritik in der Stadtvertretung. „Die Planung ist völlig auf Kante genäht“, sagte Georg-Christian Riedel von der CDU. „Sie stehen vor dem Scherbenhaufen der vergangenen zehn Jahre“, sagte er an die Oberbürgermeisterin gewandt. Rico Badenschier von der SPD forderte die „Schullandschaft auf andere Füße“ zu stellen.“ Es ist keine Freude, eine vierzügige Heineschule zu haben. Silvio Horn, Fraktionschef der Unabhängigen Bürger, wies darauf hin, dass die Infrastruktur mit Toiletten und Essensräumen auch nicht für die vielen Schüler ausreiche.

Cornelia Nagel, Chefin der bündnisgrünen Fraktion, kritisierte, dass ein neuer Schulentwicklungsplan bereits seit 2014 von den Stadtvertretern gefordert wird. Sie forderte, genauso wie Henning Foerster von den Linken, wenigstens einen Schulneubau in der Innenstadt.

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow teilte mit, dass der neue Schulentwicklungsplan in der „verwaltungsinternen Abstimmung“ ist. Sie kündigte an, dass Grundschulneubauten in der Weststadt und der Innenstadt vorgesehen seien. Außerdem soll eine weitere Regionalschule entstehen. Gramkow versichert, dass auch in Zukunft jedes Kind einen Schulplatz und einen Hortplatz bekommen werden, wenn die Eltern es wünschen.

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