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15. Dezember 2017 | 13:23 Uhr

Schwerin : Stadt will mehr Hortplätze in der City

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Eltern haben es seit mehreren Jahren schwer, in der Schweriner Innenstadt einen Hortplatz für ihre Kinder zu finden. Jetzt will die Stadtverwaltung den erwarteten Engpässe entgegenwirken und das Dilemma abschaffen.

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erstellt am 11.Sep.2013 | 07:41 Uhr

Schwerin | In der Heinrich-Heine-Schule wird es immer enger: Im ersten Stockwerk tummeln sich am Nachmittag bislang acht Hortgruppen mit je 22 Kindern - getrennt von den Klassenräumen. Allerdings könnten es bald mehr werden, denn laut Stadtverwaltung drängen stetig mehr Erstklässler in diese Grundschule. Derzeit werden in der Heineschule in der Amtstraße 3 zwei erste Klassen unterrichtet, im kommenden Schuljahr geht die Stadtverwaltung von drei ersten Klassen aus, und 2015/16 könnte es sogar zu einer Vierzügigkeit kommen. Der Grund: Immer mehr junge Familien zieht es in die Innenstadt, denn hier entstehen immer mehr neue Wohngebiete.

Ein kurzfristiger Engpass konnte im laufenden Schuljahr durch mehr als 60 zusätzliche Hortplätze in der DRK-Kita Traumland in der Bornhövedstraße beseitigt werden. Jetzt will die Stadt auch langfristig Abhilfe schaffen. Sie plant, auf den Grundstücken in der Werderstraße 66, 68 und 70 einen neuen Hort für knapp 200 Betreuungsplätze zu bauen. Kostenpunkt: geschätzte 3,6 Millionen Euro. Derzeit diskutieren die Fachausschüsse der Stadtvertretung über den Vorschlag.

Eltern haben es seit mehreren Jahren schwer, in der Schweriner Innenstadt einen Hortplatz für ihre Kinder zu finden. Schon vor zwei Jahren hatte es große Diskussionen um die Hortbetreuung in der Friedensschule gegeben. Weil die Einrichtung aus allen Nähten geplatzt war, hatte sie kurzfristig zwei City-Hortgruppen in die Weinertschule ausgelagert. Jetzt will die Stadtverwaltung auch dort das Hort-Dilemma abschaffen. "Für den Bereich Paulsstadt wird seitens der Verwaltung ein Alternativgebäude für die Fritz-Reuter- und die Friedensschule geprüft, um die Hortbetreuung langfristig zu sichern und gegebenenfalls Raum für eine erweiterte Klassenbildung in den Schulgebäuden zu erhalten", berichtet Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Derzeit ist auch an der Fritz-Reuter-Schule der Hort bis zur Obergrenze gefüllt. Zwar gibt es in der Landeshauptstadt nach Angaben der Verwaltung etwa 2300 Hortplätze, allerdings ist die Nachfrage in der City stetig steigend. In diesem Schuljahr werden etwa 770 Erstklässler in Schwerin unterrichtet und rund 75 Prozent von ihnen besuchen einen Hort. Dabei drückt nicht in jedem Stadtteil der Schuh so sehr wie in den innerstädtischen. Die Grundschule Mueßer Berg bietet ausreichend Plätze an. In Lankow betreut das Diakoniewerk Neues Ufer etwa 110 Hortkinder, der Arbeiter-Samariter-Bund 66. Die John-Brinckman-Schule in der Weststadt schickt ihre Hortkinder in eine Einrichtung des Diakoniewerkes, die mehr als 130 Plätze bereitstellt. Laut Verwaltung soll es an den Grundschulen "Nils Holgersson" und "Astrid Lindgren" keine Engpässe geben.

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