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Zeitung für die Landeshauptstadt

15. Dezember 2017 | 11:10 Uhr

Energiesparen : Stadt will Heizkosten runterregeln

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Verwaltung plant, Anlage im Stadthaus aufzurüsten, um langfristig Geld und Energie zu sparen

von
erstellt am 29.Sep.2014 | 15:41 Uhr

Die Stadtverwaltung will mit ihren Mitarbeitern helfen, die Ausgaben Schwerins langfristig zu senken. Dafür soll das Heizsystem im Stadthaus aufgerüstet und damit der Energieverbrauch und die Kosten herunter geregelt werden. Auf diese Weise könnte die Stadt bis zu 12 500 Euro pro Jahr einsparen. Zum Vergleich: Die Heizkostenrechnung des Stadthauses am Packhof lag im Jahr 2013 bei rund 143 000 Euro.

Wie die Einsparung funktionieren könnte und wo die Vor- und Nachteile liegen, stellte Wilfried Berteit vom Zentralen Gebäudemanagement (ZGM) der Stadt beim Schweriner Klimaforum vor. Das System sei simpel, lernfähig und in mehr als 400 Büros des Stadthauses einsetzbar. In jedem Zimmer würde ein Bedienelement an der Eingangstür künftig das Raumklima regulieren. Alle fünf Minuten prüft das Modul Temperatur, Anwesenheit von Personen, die Heizkörpertemperatur und ob das Fenster geöffnet ist. Es berücksichtigt auch die Helligkeit im Raum, Urlaubs-, Krankheits- und Kernarbeitszeit jedes Einzelnen. Auf dieser Grundlage reguliert das Modul die Einstellung der Heizung selbstständig, dreht sie hoch oder runter – auf jeden Raum und die Vorliebe des jeweiligen Mitarbeiters abgestimmt. Dieser braucht sich nicht mehr darum zu kümmern. So können nach Angaben des ZGM rund 15 Prozent des bisherigen Energieverbrauchs in jedem Büro eingespart werden. Eine aufwändige Installation der Anlage würde entfallen. Das System wird einfach gesagt auf bestehende Heizkörperventile aufgesetzt. Was zunächst gut klingt, hat aber auch Schattenseiten. Die Technik ist mit rund 136 000 Euro allein für das Stadthaus relativ teuer und hätte sich nach groben Hochrechnungen erst nach elf Jahren amortisiert. Außerdem müsste jeder Mitarbeiter die Anlage bedienen können.

Wie wirtschaftlich das System wirklich langfristig ist, müsste eine tiefer gehende Prüfung zeigen. Wilfried Berteit schlägt dazu vor, mehrere Systeme miteinander zu vergleichen, mögliche finanzielle Förderungen zu prüfen und beispielhafte Tests in Räumen durchzuführen.

Im Bau- und im Umweltamt fand sein Vorschlag schon positive Resonanz. Als nächster Schritt soll nun die Stadtvertretung die Verwaltung beauftragen, den Vorschlag des ZGM mit genauen Zahlen zu Einsparungen bei Verbrauch und Kosten sowie Marktanalysen zu unterlegen.

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