Welterbe Schwerin : Stadt sucht Platz für Bronzeplastik

Wohin soll das Relief? Das diskutieren Bildhauer Egbert Broerken und OB Rico Badenschier (r.).
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Wohin soll das Relief? Das diskutieren Bildhauer Egbert Broerken und OB Rico Badenschier (r.).

Welterbe-Verein bittet die Schweriner um Vorschläge, wo das Stadtmodell aufgestellt werden könnte

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07. April 2017, 21:00 Uhr

Welcher Platz ist in Schwerin am besten geeignet für die Aufstellung eines großen Bronze-Stadtmodells, mit dem auf die Welterbe-Bewerbung aufmerksam gemacht werden soll? Am Bertha-Klingberg-Platz, am Großen Moor, in der Graf-Schack-Allee, auf dem Markt, auf dem Grunthalplatz? Nachdem der Förderverein erste Vorschläge unterbreitet hatte, kamen schon weitere hinzu: „An der Staatskanzlei oder zwischen Siegessäule und Marktplatz wären grundsätzlich mögliche Plätze zu Aufstellung. Nicht nur aus denkmalpflegerischen Gründen kommen die Marstallwiese und das Südufer des Pfaffenteichs hingegen nicht in Betracht. Als Alternative am Pfaffenteich schlägt die Denkmalpflege die Schliemann-Terrasse vor“, berichtet die Welterbe-Managerin der Stadt, Claudia Schönfeld. Und die Ideensuche soll weitergehen. Die Schweriner sind aufgerufen, dabei mitzumachen und Vorschläge zu unterbreiten.

Hintergrund der Idee ist, dass der Teil der Stadt in Bronze modelliert wird, der zum Residenzensemble des romantischen Historismus gehört und für die Aufnahme in die Welterbeliste der Unesco vorgeschlagen wird. Welterbe zum Anfassen also. Mit der Umsetzung des Vorhabens wurde der Künstler Egbert Broerken beauftragt, der schon mehrere solcher Plastiken gefertigt hat.

„Ein maßstabsgetreues architektonisches Modell für den Bereich vom Pfaffenteich bis zum Faulen See wäre etwa fünf Meter lang und 1,5 Meter breit“, rechnet Bildhauer Broerken vor. Alle Gebäude, die zum historischen Ensemble gehören, sollen mit künstlicher Patina versehen werden. Er schlägt zudem vor, angesichts dieser Dimension keinen massiven Steinsockel als Podest zu wählen, sondern mehrere Edelstahlsäulen.

Um den geeigneten Standort für so eine dominante Bronzeplastik zu finden, die vom Förderverein finanziert wird, sollen die Bürger befragt werden. „Wir freuen uns auf die Vorschläge der Schweriner“, sagt Oberbürgermeister Rico Badenschier.

Mitwirken ist beim Thema Welterbe auch noch auf anderen Kanälen gefragt: So läuft bis Ende dieses Monats noch ein Kreativwettbewerb: Der Welterbe-Förderverein hat Schüler der 2. bis 6. Klassen zum Erzählen aufgerufen. Konkret geht es darum, Ideen und Geschichten über Gebäude und Orte des Residenzensembles aufzuschreiben. Eingereicht werden können frei erfundene Märchen oder Abenteuergeschichten.

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