Verkehr in Schwerin : Stadt macht Einmündung sicherer

Achtung „Vorfahrt geändert“: Auf der Hagenower Straße machen jetzt weitere Schilder auf die neue Vorfahrtsregelung aufmerksam. Autos aus der Mettenheimer Straße haben Vorrang.
Achtung „Vorfahrt geändert“: Auf der Hagenower Straße machen jetzt weitere Schilder auf die neue Vorfahrtsregelung aufmerksam. Autos aus der Mettenheimer Straße haben Vorrang.

Nach vier Unfällen: Zusätzliche Schilder in der Mettenheimer- und der Hagenower Straße sollen deutlich auf geänderte Vorfahrt hinweisen

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31. März 2015, 08:00 Uhr

Die ersten Zusatzschilder an der Einmündung Mettenheimer Straße, Hagenower Straße sind aufgestellt. Und die Stadt plant noch weitere Maßnahmen, um die Autofahrer darauf hinzuweisen, dass   Fahrzeuge aus der Mettenheimerstraße nun Vorfahrt haben, wie Baudezernen Bernd Nottebaum ankündigt. Vorgesehen sind unter anderem ein Blinklicht und eine auffälligere Markierung des Fahrbahnteilers, der Leitlinien  und der Sperrflächen. Danach sollen auch noch bauliche Eingriffe die  Verkehrssicherheit erhöhen.

Innerhalb weniger Wochen hatten sich an der Stelle, an der es im ganzen vergangenen Jahr nur zu einer einzigen Kollision gekommen war, vier Unfälle ereignet, darunter ein schwerer Zusammenstoß mit drei Verletzten und zwei nicht mehr fahrbereiten Autos (wir berichteten). „Aus Sicht der Polizei sollte  die Beschilderung an der Einmündung überprüft werden“, hatte Polizeisprecher Steffen Salow erklärt. Die Stadt reagierte.

Die Forderung der Unabhängigen Bürger nach einer Ampel allerdings lehnt Dezernent Nottebaum ab. „Wir bekommen die Situation auch ohne Ampel in den Griff“, versichert er. Die Neuregelung der Vorfahrt an der Einmündung Mettenheimer Straße,  Hagenower Straße vor rund zwei Monaten sollte vor allem den Busverkehr durch die Gartenstadt beschleunigen. „Unsere Busse haben früher an dieser Stelle bis zu vier Minuten warten müssen, weil sie die Vorfahrt auf der Hagenower Straße in beiden Richtungen und zudem die der Radfahrer gewähren mussten“, so  Nahverkehrs-Chef Norbert Klatt.

Mit ihrem Ampel-Vorschlag  hatten die Unabhängigen  deutliche Kritik an der Stadt verbunden,  von  „mangelndem  Problembewusstsein“  in puncto Einmündung Mettenheimer-,  Hagenower Straße war die Rede. „Bereits kurz nach der Neuregelung habe ich bei der Stadt rechtliche Bedenken angemeldet, weil genau das zu befürchten war, was nun eingetreten ist: Viele Verkehrsteilnehmer schätzen die Verkehrssituation falsch ein. Durch die langjährige Nutzung der Hagenower Straße als Hauptverkehrsstraße, die gerade Strecke in Kombination mit der Straßenbreite – automatisch wähnt man sich auf einer Vorfahrtsstraße“, sagte Dr. Wolfgang Leist, stellvertretendes Mitglied im Bauausschuss.

Tatsächlich sorgte die geänderte Vorfahrt  schon kurz nach  Einführung für  Verwirrung. „Ich wohne in der Neuen Gartenstadt und fahre die beschriebene Strecke täglich. Seit der Neuregelung der Vorfahrt hatten 9 von 10 Autofahrern  keine Ahnung davon und nahmen auch von den Verkehrsschildern keine Notiz. Sie traten nicht etwa auf die Bremse, sondern auf die Hupe, gestikulierten wild herum oder zeigten mir gar den Vogel. Es wundert mich, dass nicht noch mehr passiert ist“, berichtet etwa unsere Leserin Elisabeth Kienast.
 

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