Tempo runter : Stadt kündigt Kontrollen an

Ein Bus stoppt am Heidberg: Auf dem Weg zur Haltestelle wurde Ende Januar eine 82-Jährige von einem Auto erfasst.
Ein Bus stoppt am Heidberg: Auf dem Weg zur Haltestelle wurde Ende Januar eine 82-Jährige von einem Auto erfasst.

Rogahner Straße: Görrieser Ortsbeirat beriet über Konsequenzen aus tödlichem Unfall – Fahrbahn soll von 2017 an saniert werden

svz.de von
07. April 2015, 08:00 Uhr

Auf der Rogahner Straße soll es künftig verstärkte Geschwindigkeitskontrollen geben. Weitere unmittelbare Konsequenzen aus dem tödlichen Unfall, der sich Ende Januar auf der Straße ereignet hat, will die Stadt aber vorerst nicht ziehen. „Wir müssen das Ergebnis der Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zur Unfallursache abwarten“, sagte Baudezernent Bernd Nottebaum in einer Sitzung des Görrieser Ortsbeirates.

Am 30. Januar war eine 82-jährige Rentnerin am frühen Morgen auf dem Weg zur Bushaltestelle Am Heidberg von einem Pkw erfasst worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine 38-jährige Autofahrerin aus dem Schweriner Umland (wir berichteten). „Tragisch“ nannte Nottebaum, was geschehen ist. Die Rogahner Straße, insgesamt kein Unfallschwerpunkt, sei an dieser Stelle jedoch gut einsehbar, außerdem gelte Tempo 30.

Trotzdem zeigte der Dezernent ausdrücklich Verständnis für die Kritik vieler Görrieser. Die Verwaltung nehme die Sorgen der Bürger ernst, betonte er. Nottebaum räumte ein, dass die Rogahner Straße in keinem guten Zustand sei. Deshalb solle sie auch von 2017 an grundlegend erneuert werden.

Nach den bisherigen Planungen werde auf der sanierten Rogahner Straße auch in der derzeitigen Tempo-30-Zone eine Geschwindigkeit von 50 Kilometern in der Stunde erlaubt sein, erläuterte der Dezernent. Diese Information stieß bei den rund 20 Gästen der Ortsbeiratssitzung allerdings auf nahezu einhellige Ablehnung. Schon jetzt sei die Lärmbelästigung vor allem durch den starken Lkw-Verkehr kaum zu ertragen, klagten Anwohner. Sie sprachen von einem „Schildbürgerstreich“. Viele Kraftfahrer hielten sich aktuell bereits nicht an die Tempo-Begrenzung. „Die Stadt müsste in unserer Straße viel mehr blitzen“, so der Appell.

Dezernent Nottebaum nahm die Bitte auf und stellte zusätzliche Kontrollen in der Rogahner Straße in Aussicht. Ortsbeiratsmitglied und Stadtvertreter Rolf Steinmüller (Unabhängige Bürger) regte an, den Schwerlastverkehr kurzfristig aus der Rogahner Straße zu verbannen und kündigte eine entsprechende Initiative in der Stadtvertretung an.

Hans Jammer-Lühr, langjähriges Mitglied im Ortsbeirat, erneuerte seine Forderung nach einem Fußgängerüberweg oder einer Ampelanlage, um die Verkehrssituation am Heidberg so bald wie möglich sicherer zu machen.

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