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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. November 2017 | 22:55 Uhr

Schwerin : Stadt hilft wilden Katzen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tierschützer und Verwaltung legen positive Bilanz bei Kastration streunender Tiere vor.

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Die Arbeit der Tierschützter hat sich gelohnt. Schwerin ist auf gutem Weg, das Problem der streunenden Katzen in den Griff zu bekommen. Zwar leben in der Stadt noch immer mehrere hundert Streuner, doch da es den Tierfreunden gelungen ist, Jahr für Jahr Dutzende Katzen zu kastrieren, ufert die Population nicht aus, obwohl ständig neue Streuner hinzukommen. Diese Bilanz konnten die Tierschützer beim Katzenstammtisch der Oberbürgermeisterin vorlegen.

Probleme sehen Ilka Dittberner vom Tierheim und Jürgen Hamann vom Tierschutzverein jahreszeitlich bedingt in den Gartenkolonien sowie auf dem Dreesch, wo die Zahl unkastrierter freilaufender Katzen steigt. „Neu-Schweriner aus anderen Kulturkreisen wollen keine kastrierten Tiere. Wir geben aber nur sterilisierte Katzen ab“, betont die Tierheimleiterin. Rückendeckung bekommt sie von der Stadt. „Hier ist Aufklärungsarbeit notwendig“, fordert die Oberbürgermeisterin. „Ich sage es ganz klar: Hier gelten unsere Vorstellungen und Grundsätze.“

Untermauert wird dies ohnehin bald per Gesetz. „Die Landesverordnung zur Kastrationspflicht für freilaufende Katzen befindet sich in der finalen Phase“, berichtet Constantin Marquardt, Pressesprecher des Landwirtschaftsministeriums.

Ist sie in Kraft, können die Kreise und kreisfreien Städte entsprechende Satzungen erlassen. Damit könnten dann vielen Tieren Leiden erspart bleiben. Eine Mustersatzung liegt bereits vor, die Veterinäramtsleiter sind zu Stellungnahmen aufgefordert. „Um wirksame Regularien zu haben, brauchen wir möglichst genaue Angaben zu den Populationen in den Stadtteilen“, sagt Veterinäramtsleiterin Dr. Swantje Kuchenbuch. Sie bittet die Schweriner Katzenfreunde, ihre Beobachtungen über wilde Katzengruppen an die Verwaltung zu schicken. Die Adresse lautet: Ellen Dirschauer, Fachbereichsleiterin für allgemeine ordnungsbördliche Aufgaben, Am Packhof 2-6, 19053 Schwerin oder E-Mail edirschauer@schwerin.de.

Die Oberbürgermeisterin dankte den Tierfreunden für ihre engagierte Arbeit. Jürgen Hamann verwies stolz auf die neuen Schutzhütten am Lobedanzgang. Er lobte insbesondere Diplom-Ingenieur Gedimin Selmikat für dessen Hilfe beim Bau der Häuser. Wer die Arbeit des Vereins unterstützen möchte, kann Spenden an den Schweriner Tierschutzverein überweisen: IBAN DE 86 1405 2000 036006 3489, BIC NOLADE 21 LWL.

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