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Schweriner Liegenschaften : Stadt hilft sogar beim Garagenkauf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Zentrale Gebäudemanagement verwaltet auch Flächen, auf denen Wochenend- und Bootshäuser oder Garagen stehen

von
erstellt am 26.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Mehr als 2000 Garagen in Schwerin stehen auf städtischem Grund und Boden. Sie sind von den jeweiligen Nutzern gekauft worden, mit der Stadt haben diese unbefristete Pachtverträge für die Grundstücke abgeschlossen.

„Wir verwalten das städtische Vermögen“, fasst es der Leiter des kommunalen Eigenbetriebes Zentrales Gebäudemanagement (ZGM), Ulrich Bartsch, zusammen. Und wie auch bei Bootshäusern und Wochenendhäusern auf städtischen Grundstücken ist das eine durchaus lohnende Aufgabe für die Stadt – und das gleich in mehrerer Hinsicht.

Zum einen erzielt die Stadt natürlich Pachteinnahmen, berichtet Stefan Schlick, Bereichsleiter Liegenschaften beim ZGM. „Auf der anderen Seite haben wir als Eigentümer der Grundstücke auch Steuerungsmöglichkeiten für die Stadtentwicklung.“ In der Vergangenheit sei das bei Abrissen ganzer Garagenkomplexe auch bereits erfolgreich angewendet worden. „Aktuell gibt es aber keinen Grund, dass wir für irgendwelche Garagen darüber nachdenken“, betont Stefan Schlick.

Ein dritter Bereich ist die Verbesserung des Services für die Schweriner. Wer eine Garage benötigt, muss sich nicht selbst auf die Suche begeben. „Wir übernehmen da die Vermittlerrolle“, berichtet Schlick. Derzeit sei man im ZGM dabei, die 2160 Garagen auf städtischem Grund in einer Datenbank zu erfassen, um noch schneller bei Bedarf reagieren zu können. Immerhin liegt aktuell der Leerstand dieser Garagen bei zehn Prozent. Im Interesse des ZGM liegt natürlich eine Komplettauslastung.

Denn dann sind logischerweise die Einnahmen aus der Vermietung höher – im Übrigen wie bei allen Freizeiteinrichtungen auf städtischen Grundstücken, ohne dass die Stadt etwas mit dem Unterhalt der Gebäude zu tun hätte. Allein durch die Garagen-Grundstücke nimmt die Stadt jährlich mehr als 165 000 Euro ein. Hinzu kommen Einnahmen aus der Vermietung von Flächen für rund 1400 Bootshäuser und Stege. Für die 167 000 Quadratmeter kommunaler Grundstücke fließen 266 000 Euro jährlich in die Kassen des ZGM. Aus der Vermietung von Flächen mit Bungalowanlagen erzielt der kommunale Eigenbetrieb nochmals rund 120 000 Euro. Die mit Einzel-Bungalows und Erholungsgärten bebauten Grundstücke bringen noch einmal rund 130 000 Euro pro Jahr. Und dank der Verträge mit den Eigentümern der Gebäude muss das ZGM in den meisten Fällen auch keine Grundsteuer bezahlen. Das übernehmen die Eigentümer der Immobilien für die Grundstücke mit.

Diese Einnahmen sind im Übrigen gutachterlich festgelegt worden, berichtet ZGM-Chef Ulrich Bartsch. „Zuletzt ist das im Jahr 2012 geschehen.“ Das werde voraussichtlich in diesem Jahr aktualisiert.

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