zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 00:48 Uhr

Schwerin : Stadt greift Parkern in die Tasche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gebühren steigen um 50 Cent bis 1 Euro pro Stunde, Anwohnerparkausweise werden aber nicht teurer

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Die Landeshauptstadt erhöht die Parkgebühren in der Innenstadt erheblich. Wenn die Stadtvertretung zustimmt, werden vom 1. Januar an die Preise für das Abstellen von Autos in der gesamten Innenstadt bis weit über den innerstädtischen Ring hinaus deutlich steigen. Im Bereich rund um den Alten Garten verdoppeln sie sich sogar und steigen von derzeit einem Euro pro Stunde Parkzeit auf künftig zwei Euro.

„Wir passen die Parkgebührenordnung der Landeshauptstadt auf Beschluss der Stadtvertretung den aktuellen Entwicklungen an“, sagt Dr. Bernd Rolf Smerdka, Leiter des städtischen Amtes für Verkehrsmanagement, zum Hintergrund der Beschlussvorlage, die gestern Abend im Hauptausschuss diskutiert wurde. „Auf Wunsch der Ortsbeiräte wurden in den vergangenen Jahren in der gesamten Innenstadt die Anwohnerparkzonen eingerichtet, kürzlich hat die Politik ihre zeitliche Ausdehnung beschlossen. Um aber dem hohen Parkdruck gerecht zu werden, war auch eine Anpassung der Gebührensatzung dringend notwendig geworden“, begründet Dr. Smerdka.

Der Kritik, dass eine teilweise Verdopplung der Gebühren ungerechtfertigt hoch sei, hält er entgegen, dass mit der Anpassung nur das Niveau vergleichbarer Städte wie Rostock, Wismar oder Lübeck erreicht werde.

„Mit der Anhebung der Parkgebühren erhoffen wir uns eine Entlastung des Straßennetzes in der Innenstadt und für die Bewohner ein besseres Parkplatzangebot in Wohnungsnähe sowie eine verminderte Lärm- und Abgasbelastung“, sagt der Amtsleiter.

Konkret sieht die neue Satzung vor, dass die Gebühren in der Parkraum-Bewirtschaftungszone 1 zwischen Ziegelsee und Ostorfer See von 1 Euro pro Stunde auf 1,50 Euro erhöht werden. In Zone 2, also Bereichen von Ostorf, der Werdervorstadt und der Weststadt, steigen sie von derzeit 0,50 Euro pro Stunde auf 1 Euro. Darüber hinaus wird eine dritte Zone in dem touristisch stark genutzten Bereich um den Alten Garten eingerichtet. Dazu gehören zudem die Theaterstraße, Salzstraße, Baderstraße, Kleiner Moor, Ekhofplatz, Glaisinstraße, Ritterstraße sowie Teile der Werderstraße. Die Bewirtschaftungszeiten werden sich generell auf Montag bis Sonnabend jeweils von 8 bis 20 Uhr verlängern.

Die Nutzung eines Tagestickets und das kostenlose Kurzzeitparken mit einer Dauer von 15 bis 30 Minuten in ausgewählten Bereichen des Stadtgebietes bleiben unverändert erhalten.

„Nicht angetastet wird die Gebühr für Bewohnerparkausweise“, betont Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Der Preis von 30,70 Euro pro Jahr werden sich mit der neuen Satzung nicht ändern. Die Stadt erwarte durch die höheren Parkgebühren Mehreinnahmen von rund 41 000 Euro jährlich.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen