Internet in Schwerin : Stadt gibt Gas auf Datenautobahn

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In den kommenden drei Jahren sollen zehn Millionen Euro in den Ausbau eines leistungsstarken Glasfasernetzes investiert werden

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21. Februar 2018, 21:00 Uhr

Was Schienennetz und Elektrizität noch vor einem Jahrhundert waren, ist heute eine gut funktionierende Breitbandversorgung. Das Zauberwort lautet: Schnelles Internet. Hier will Schwerin Gas geben auf der Datenautobahn. In den kommenden drei Jahren werden dafür von den Stadtwerken zehn Millionen Euro in den Ausbau eines leistungsstarken und zukunftsorientierten Glasfasernetzes investiert. Damit Unternehmen und private Haushalte nicht den Anschluss an die Gigabit-Gesellschaft verpassen, wie Dr. Josef Wolf, der Geschäftsführer der Stadtwerke, betont. „Schnelles Internet ist die Voraussetzung für das wirtschaftliche wie gesellschaftliche Leben. Es ist ein wichtiger Standortfaktor. Wir dürfen den Anschluss nicht verpassen und bieten uns auch als neue Partner bei auslaufenden Verträgen an.“ Der Schwerpunkt liege neben den Erschließungsgebieten im Innenstadtbereich, wo bei den Straßensanierungen der vergangenen Jahre bereits die erforderlichen Leerrohre bis ins Haus oder an die Grundstücksgrenze verlegt worden seien. Damit Glasfaser nun auch bis in jede einzelne Wohnung gelange, hätten die Stadtwerke den Hauseigentümern in ersten Straßen der Werdervorstadt und der Schelfstadt attraktive Angebote unterbreitet. Auch das öffentliche City-WLan, das die Stadtwerke seit mehr als einem Jahr im Innenstadtbereich betreibe, werde die Zahl seiner Antennenstandorte verdoppeln. Hier habe jeder die Möglichkeit, eine Stunde pro Tag im Internet zu surfen.

„City.kom-Kunden der Stadtwerke werden in Kürze das WLan unbegrenzt mit bis zu fünf Geräten nutzen können. Hierfür richten wir gerade ein extra gesichertes Netz mit separatem Zugang ein“, kündigt Reinhard Krause als Bereichsleiter für Kommunikationsnetze an.

„Aktuell bieten wir eine Übertragungsrate von 100 Megabit symmetrisch an. Gigabit-Produkte werden folgen. Wir überplanen die Stadt mit 120 Prozent, um Reserven zu haben und bauen die Netze bis in die Wohnungen hinein“, so Krause. Das Glasfasernetz sei nicht nur für die Mieter wichtig, sondern diene beispielsweise auch künftig dem Ablesen der Heizkosten, ohne die Wohnungen betreten zu müssen.

Beim Thema „Schnelles Internet“ wird von Seiten aller Akteure aber auch auf die enge Zusammenarbeit der kommunalen Familie hingewiesen, regelrecht auf sie eingeschworen. Keiner solle sein eigenes Süppchen kochen, so das einhellige Fazit.

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