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Zeitung für die Landeshauptstadt

16. Dezember 2017 | 10:22 Uhr

Abfallwirtschaft : Stadt führt neue Mülltonne ein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit der Wertstofftonne soll mehr wiederverwendbarer Abfall eingesammelt werden – dafür kommen die Sammelcontainer weg

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Es wird eng auf den Höfen in Schwerin. Die Stadt plant bis 2019 die flächendeckende Einführung einer Wertstofftonne. Sie soll die Gelben Tonnen und die Gelben Säcke ablösen. Gleichzeitig sollen die Sammelcontainer auf öffentlichen Plätzen verschwinden. „Wir wollen weg von den Sammelplätzen hin zu individuellen Lösungen“, sagte Ilka Wilczek, die Betriebsleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen. Das betrifft nicht nur die Gelben Container für so genannte Leichtstoffverpackungen, sondern auch die blauen für Papier und Pappe. Der Hintergrund: Es sollen mehr recyclebare Abfälle erfasst werden.

Bisher landen im Restmüll, aber auch in den Gelben Säcken zu viele Dinge, die da nicht reingehören. „Dadurch beträgt die Verwertungsquote nur knapp 50 Prozent“, so Wilczek. „Bis 2025 müssen wir entsprechend dem Abfallwirtschaftsgesetz mindestens 65 Prozent erreichen.“ Deshalb soll die Wertstofftonne eingeführt werden. Dort hinein können dann nicht nur mit dem Grünen Punkt gekennzeichnete Sachen gegeben werden. Auch kaputte Plastikeimer oder ausgedientes Kinderspielzeug aus Kunststoff können dort entsorgt werden. Oder Alufolie und ähnliches. Bisher muss so etwas in die graue Restmülltonne.

Dass die Einführung der Wertstofftonne nicht ohne Probleme abgehen wird, weiß auch Ilka Wilczek. Denn schon jetzt ist es auf so manchem Innenstadthof eng. Graue Tonne, blaue Tonne, braune Tonne, Gelbe Tonne oder Gelber Sack – und alle brauchen Platz. Und möglicherweise muss auch die eine oder andere größere Tonne her, weil ja – bis auf Glas – nichts mehr zum Sammelplatz gebracht werden kann. „Ich rechne mit Diskussionen“, so Wilczek.

Ob die neue Wertstofftonne höhere Müllgebühren bedeutet, ist noch unklar. „Derzeit gehen wir von stabilen Gebühren aus“, sagt die SDS-Chefin. Auszuschließen sei aber nichts.

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