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18. Dezember 2017 | 05:55 Uhr

Schwerin : Stadt entsorgt Plastikmüll-Container

vom

Der Müll muss weg. Aber wohin mit dem Abfall, der den Grünen Punkt trägt? An vier Standorten in Schwerin hat die Stadt die gelben Container entfernt. Die Stellplätze hatten sich immer mehr zu Schandflecken entwickelt.

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2012 | 09:59 Uhr

Schwerin | Der Müll muss weg. Aber wohin mit dem Abfall, der den Grünen Punkt trägt? Gleich an vier Standorten in der Stadt hat die Stadt die gelben Container entfernt. An den Sammelplätzen am Waldschulweg, Schloßgartenallee/Paulshöher Weg, Kösnitz und Hagenower Straße können die Schweriner keine Wertstoffe mehr entsorgen. Abfälle mit dem Grünen Punkt können dort künftig nicht mehr entsorgt werden. Der Grund: Die Containerstellplätze hatten sich immer mehr zu Schandflecken entwickelt.

"Die Maßnahme war erforderlich, weil diese Wertstoffsammelplätze ständig durch unerlaubte Abfallablagerungen neben den Behältern verschmutzt oder aber die Depotcontainer mit Gegenständen befüllt wurden, die keinen Grünen Punkt tragen", sagte eine Sprecherin der Stadt auf SVZ-Anfrage. Die Landeshauptstadt habe den Containerstellplatz verkleinert - in Absprache mit den Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS), die die Müllentsorgung in der Stadt koordinieren. Erst daraufhin wurde der Vorsitzende des Os torfer Ortsbeirates, Gerhard Reichert, über die Gründe informiert.

"In Absprache mit den Ortsbeiräten haben wir beschlossen, dass der Wertstoffteil dort weg geht", sagte SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek. "Wer Fragen hat, wo er jetzt seinen Müll mit dem Grünen Punkt entsorgen soll, kann sich jederzeit an die Schweriner Abfallentsorgungs- und Straßenreinigungsgesellschaft, kurz SAS, wenden", so Wil czek weiter. Denn der Eigentümer der gelben Depotcontainer ist das Duale System Deutschland. "Wir haben selbst die Entleerung ausschreiben müssen", verdeutlicht die SDS-Werkleiterin. Das Entleeren und Sauberhalten der Wertstoffsammelplätze übernehme in Schwerin deshalb die SAS.

Die Neuregelung für die Entsorgung des Abfalls mit dem Grünen Punkt sieht vor, dass in Zukunft die gelben Säcke direkt von der Grundstücksgrenze der Hauseigentümer abgeholt werden. "Mehrfamilienhäuser haben auch die Möglichkeit, sich eine gelbe Tonne bei der SAS zu bestellen", sagte eine Stadtsprecherin. In welchem Rhythmus die Tonne entleert und die gelben Säcke abgeholt werden, können die Schweriner dem Entsorgungskalender oder der Internetseite der SDS entnehmen. Gelbe Säcke gibt es unter anderem im Bürgerbüro im Stadthaus.

"Wir haben vier Behälterarten: Die graue oder schwarze Tonne, in die der Restmüll kommt, die braune für den Bio-Abfall, eine blaue für Papier und Pappe sowie eine gelbe für Leichtverpackungen und Wertstoffe, die den Grünen Punkt tragen", sagt Ilka Wilczek. Auf Bundesebene wird derzeit die Einführung einer deutschlandweiten Wertstofftonne diskutiert. Bundesrat und Bundestag sind sich uneins, wer für den "wertvollen" Müll verantwortlich ist. Denn von 2015 an sollen in der bundeseinheitlichen Wertstofftonne Plastik- und Metallabfälle zusammen entsorgt werden können.

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