Hundehalter zahlen : Stadt dreht an der Steuerschraube

Für den ersten Vierbeiner werden künftig 108 statt 90 Euro Hundesteuer im Jahr fällig. Die Stadtvertreter müssen diesem Verwaltungsvorschlag in der Dezembersitzung allerdings noch zustimmen.
Für den ersten Vierbeiner werden künftig 108 statt 90 Euro Hundesteuer im Jahr fällig. Die Stadtvertreter müssen diesem Verwaltungsvorschlag in der Dezembersitzung allerdings noch zustimmen.

Sparzwang aus dem Innenministerium: Schwerin erhöht Gebühren und Steuern

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04. November 2014, 23:22 Uhr

Die Gespräche zwischen Stadt und Innenministerium zum Schuldenabbau der Stadt bringen erste Ergebnisse: Die Schweriner werden mehr zur Kasse gebeten, wenn denn die Stadtpolitik den Vorschlägen folgt, die OB Angelika Gramkow gestern Abend im Hauptausschuss vorgelegt hat. Was im Schuldenloch mit rund 150 000 Euro pro Jahr Mehreinnahmen – geplant ist 2015 eine Neuverschuldung von 17 Millionen Euro – kaum ins Gewicht fallen dürfte, trifft einige Schweriner dagegen hart.

Die Hundesteuer soll zum 1. Januar erhöht werden. Allerdings nur für den ersten Hund. Der kostet vorbehaltlich der politischen Zustimmung statt bisher 90 dann 108 Euro. Die kosten für alle weiteren Vierbeiner bleiben unverändert: 200 Euro für den zweiten Hund, 350 Euro für jeden weiteren, 700 Euro für einen Kampfhund, 1000 für jeden weiteren. 47 600 Euro Mehreinnahmen erhofft sich die Stadt durch die Hundehalter. Kontrollen des Ordnungsdienstes sollen säumige Steuerzahler enttarnen, erklärte die Oberbürgermeisterin.

Auch die Erhöhung der Grundsteuer A trifft nicht jeden, sondern nur 173 Zahler. Der Hebesatz für die Steuer für land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen soll von 300 auf 400 Prozent klettern. „Die Erhöhung der Grundsteuer B lehnen wir kategorisch ab“, machte Gramkow deutlich. Sie will weder Hausbesitzer noch Mieter zusätzlich zur Kasse bitten. Ebenfalls kein Thema sei die Erhöhung der Gewerbesteuer, die auch vom Innenminister gefordert wird.

Zusätzlich soll zum Januar die Vergnügungssteuer für das Spiel an den 165 Automaten in den 15 Spielhallen der Stadt steigen. Und die Jahreskarte für die Bibliothek soll statt 15 bald 18 Euro kosten.

Heute gibt es weitere Gespräche zwischen Innenminister und Stadtspitze.

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