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Zeitung für die Landeshauptstadt

16. Dezember 2017 | 00:50 Uhr

Schwerin : Stadt buddelt in 22 Straßen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eigenbetriebe wollen sich bei Tiefbauarbeiten besser abstimmen, damit die Fahrbahn nicht mehrfach aufgerissen werden muss

von
erstellt am 09.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Wird eine Straße dreimal hintereinander aufgerissen, weil Straßenbahnschienen umverlegt werden sollen oder verschiedene Leitungen repariert oder erneuert werden müssen, ist das ärgerlich und teuer. Deshalb wollen die Stadt und die städtischen Betriebe künftig Baumaßnahmen noch besser koordiniert durchführen, erklärt Baudezernent Bernd Nottebaum. Denn in der Stadt wird massiv gebaut. „Wir haben allein in diesem Jahr 22 Straßenbauprojekte, bei denen mehrere Firmen beteiligt sind“, sagt Nottebaum.

Die größten Baustellen mit massiven Verkehrseinschränkungen sind die grundhafte Erneuerung der Straße Am Grünen Tal, der Wittenburger Straße und der Schelfstraße. Aber auch der dritte Bauabschnitt der Bergstraße, die Bauarbeiten Am Werder/Bornhövedstraße, in der Johannes-R.-Becher-Straße, in der Lärchenallee bringen Belastungen für Anwohner und Autofahrer. Hinzu kommen weitere kleinere Baustellen zum Beispiel zur Erneuerung von Trinkwasserleitungen und Hausanschlüssen in der Lessingstraße, Am Neumühler See, Lankow-Siedling und in der Werderstraße, wo es am Marstall immer wieder zu Absackungen kommt.

„Wir haben die Vorhaben für dieses Jahr bereits 2015 abgesprochen. Alle Partner bemühen sich, ihre Projekte aufeinander abzustimmen. Das ist nicht immer einfach, da der Sanierungsbedarf nicht immer deckungsgleich ist. Aber im Interesse der Bürger versuchen wir, so wenig wie möglich mehrmals in den Straßen zu arbeiten“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Josef Wolf. „Gemeinsames Bauen verlangt von allen Partnern Kompromisse. Da müssen Vorhaben auch schon mal vorgezogen oder um Jahre verschoben werden. Allein die Unternehmen im Stadtwerkeverbund investieren in diesem Jahr rund zehn Millionen Euro in die Erneuerung und Erweiterung der Infrastruktur.“ So werde die Schweriner Abwasserentsorgung für sechs Millionen Euro verschlissene Rohre austauschen und in den Neubau von Regenwasserbehandlungsanlagen investieren. Die WAG gehe nach dem erfolgreichen Abschluss des Programms zum Austausch aller Bleirohre jetzt an das Ersetzen alter Stahlrohre und Stahlanschlüsse durch Kunststoff.

Unbedingt erwähnen wollen Nottebaum und Wolf zudem, dass der Großteil der Aufträge an Firmen der Region geht.

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