Schweriner Gastronom erleichtert : Stadt beseitigt eigenes Schilder-Chaos

Endlich! Jörg Buß kann wieder Gäste begrüßen.
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Endlich! Jörg Buß kann wieder Gäste begrüßen.

Umleitung wegen gesperrten Bahnübergangs in der Lennéstraße sorgte in vergangenen Tagen für Verwirrung und schnitt Radeberger Bierstuben vom Verkehr ab

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06. August 2016, 05:00 Uhr

Das Schilder-Wirrwarr der städtischen Verkehrsplaner am Schlossgarten ist verschwunden. Jetzt gibt es eine logische Ausschilderung für den Umleitungsverkehr aufgrund der Vollsperrung des Bahnüberganges Lennéstraße und eines Teilstücks der Stellingstraße. Gastronom Jörg Buß, der unter anderem die Radeberger Bierstuben im südlichen Schlossgarten betreibt, ist erleichtert: „Im Namen aller Anlieger, meiner Belegschaft und der Wassersportvereine am Franzosenweg danke ich Herrn Nottebaum, dass er kurzfristig dieses Chaos beseitigen ließ“, sagt der Unternehmer.

Zur Erinnerung: Seit dem 25. Juli und bis zum 2. September arbeiten Nahverkehr und SDS am Bahnübergang in der Nähe der Haltestelle Ostorf. Damit fällt für Autofahrer sowohl die Zufahrt zur Stellingstraße als auch in die Lennéstraße weg. Gewohnte Wege für Wassersportler, die ihre Boote beispielsweise zum Yachtclub bringen wollen, gibt es nicht mehr. Und auch Gäste der Radeberger Bierstuben fanden mit dem Fahrzeug regelgerecht nicht ins Lokal.

„Das A-la-Carte-Geschäft ging gen Null“, sagt Gastronom Buß genervt. Und Grund dafür waren nicht die Bauarbeiten, sondern die unprofessionelle Ausschilderung der Stadt. An der Einfahrt zur Stellingstraße von der Graf-Schack-Allee kommend bremste ein Sackgassenschild bis Freitag Früh einen Großteil aus. Das Hinweisschild, dass zur Gaststätte von der Stellingstraße aus links in den Schleifmühlenweg zu fahren sei, kam erst nach der Abzweigung. Wer doch den Weg fand, landete vor der Schleifmühle, wo ein Schild nur das Linksabbiegen erlaubte. „Es sind sogar Gäste mit dem Auto über die Wiese vom Hippodrom zu uns gekommen“, berichtet Buß.

Zum Glück wurde die Beschilderung geändert: Das Sackgassenschild steht jetzt auf Höhe des Finanzamtes, die Bierstuben sind namentlich rechtzeitig ausgeschildert und auch der Pfeil mit der Abbiegevorschrift ist verschwunden. Am Freitag hatte Buß wieder eine gut besuchte Terrasse – inklusive gefülltem Parkplatz. „Es ist immer besser, wenn man miteinander redet“, sagt Buß. Vorher habe das niemand aus der Stadt getan: Es gab nur eine Woche vor Beginn der Sperrung eine informelle E-Mail. „Hätte es ein Gespräch gegeben, wäre es vermutlich gar nicht zu diesem Chaos gekommen.“

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