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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 09:19 Uhr

Verkehrsprojekt : Stadionbrücke: So wird gesprengt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bauarbeiten für die Umleitung laufen auf Hochtouren, Flächensprengung für den 28. November vorgesehen

von
erstellt am 22.Sep.2014 | 07:45 Uhr

Hochdruck an der Baustelle unter der Stadionbrücke: Selbst am Sonnabend wurde gearbeitet, denn der Zeitplan ist eng. Am 28. November wird die Stadionbrücke gesprengt. Ende vergangener Woche war Submission der Ausschreibung, die Bewerbung einer erfahrenen Firma liege vor, damit könne wie geplant vorgegangen werden, sagt Carsten Bierstedt vom Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt.

Konkret sieht das Szenario so aus, dass vom 27. bis 30. November die Ludwigsluster Chaussee und die Brücke voll gesperrt werden. Für die Sprengung am 28. November wird eine Sicherheitszone im Radius von 200 Metern eingerichtet, die abgeriegelt wird. Die Bewohner werden aber nicht evakuiert, sondern können in den Häusern bleiben. „Es wird keine Druckwelle geben, sondern nur Staub“, verspricht Ingenieur Thomas Bickel von der IBD Ingenieurgesellschaft für Verkehrs- und Brückenplanung aus Raben Steinfeld, die seit Jahren Geschäftspartner der Stadt ist. Die Abbruchfirma wolle eine so genannte Flächensprengung durchführen. Dazu werden zunächst Fahrbahnbelag und Bürgersteig abgefräst. Dann werden hunderte kleine Sprengladungen in der Brücke und den Pfeilern angebracht, der Bauwerkskörper mit Gewebeplanen verhüllt und das einstürzende Material mit einem zwei Meter hoch aufgeschütteten Sandbett aufgefangen, erläutert er die Einzelheiten. Die Beton- und Stahlreste werden am Boden zerlegt und am laufenden Band abtransportiert, so dass der Verkehr auf der Ludwigsluster Chaussee am Montag wieder fließen kann – so der Plan.

Allerdings dann schon mit zusätzlicher Ampel. Die soll den neuen, provisorischen Kreuzungspunkt regeln, der derzeit bereits etwa auf Höhe der bisherigen Abfahrt Hagenower Straße entsteht. Stadteinwärts wird dann einer der drei dort noch vorhandenen Fahrstreifen zur Linksabbiegerspur Richtung Krösnitz umfunktioniert, stadtauswärts läuft der Verkehr auf der Ludwigsluster Chaussee zweispurig durch. „Wir erwarten durch die Ampelschaltungen im Berufsverkehr Staus“, sagt Bierstedt. „Aber es gibt keine Alternative.“

Für Fußgänger soll eine Behelfsbrücke errichtet werden, um das sichere Überqueren der Chaussee zu ermöglichen und lange Wege zur Straßenbahnhaltestelle zu vermeiden. Über die Einzelheiten will die Stadt die Anwohner der Krösnitz und weitere Betroffene am Donnerstag um 18 Uhr auf einer Versammlung im Rathaus informieren.

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