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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 02:55 Uhr

Brückenstreit : Stadionbrücke: Neubau ungewiss

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kreuzungslösung hat sich bewährt / Stellungnahmen der Ministerien fehlen noch

von
erstellt am 22.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Der Wiederaufbau der Stadionbrücke steht offenbar in den Sternen. Die Stadtvertreter haben zwar einen entsprechenden Beschluss gefasst – doch es gibt mehrere Unwägbarkeiten.

In der Finanzplanung der Stadt bis 2018 sind 4,5 Millionen Euro für die Stadionbrücke vorgesehen. In diesem Jahr soll eine halbe Million ausgegeben werden. Doch ob das wirklich so kommt, hängt davon ab, ob die Brücke Wittenburger Straße tatsächlich fertig wird und was das Wirtschaftsministerium sagt.

Es war ein Kopplungsgeschäft: Das Land hatte der Stadt 3,5 Millionen Euro für eine neue Stadionbrücke zugesagt. Die Brücke in der Wittenburger Straße wollte die Stadt aus eigener Kraft erneuern. Dann bot das Land an, Geld aus einem EU-Topf in dieses Innenstadt-Projekt zu schieben. Unter zwei Bedingungen: Die Brücke muss bis zum Ende dieses Jahres fertig werden. Und: Die freiwerdenden städtischen Millionen sollten zwingend für eine neue Stadionbrücke eingesetzt werden.

Doch dass die Brücke Wittenburger Straße rechtzeitig fertig wird, ist reine Hoffnung. Mitte März soll zwar Baustart sein, doch kämen noch Eis und Schnee, verzögerte der sich. Das könnte den ohnehin sehr engen Zeitplan durcheinander bringen.

Und das Wirtschaftsministerium hat nicht nur mitzureden, es hat das letzte Wort. Stadtvertreterbeschluss hin oder her. Wie sich die Ministeriellen letztendlich entscheiden, ist noch unklar. Denn es geht um Steuergelder. Sollen die eingesetzt werden, obwohl die Brücke gar nicht so dringend gebraucht wird? Derzeit jedenfalls läuft der Verkehr über die neu gebaute Ampelkreuzung reibungslos.

Letztendlich dürfte auch das Verkehrsministerium noch ein Wort mitzureden haben. Denn die Ludwigsluster Chaussee ist ein Autobahnzubringer. Zur jetzigen Ampellösung gab es keine Einwände der Verkehrsspezialisten des Landes. Sie sind aber noch gar nicht gefragt worden, ob sie eine neue Brücke verlangen.

Die Stadt soll jetzt in enger Abstimmung mit dem Wirtschafts- und dem Verkehrsministerium die Situation an der Einmündung Hagenower Straße, Ludwigsluster Chaussee beobachten. Dann soll festgelegt werden, ob eine neue Brücke gebaut wird. Wenn nicht, würde das die Stadtfinanzen entlasten. Die frei werdenden Millionen könnten für andere Vorhaben verwendet werden. Das wiederum könnte die Kommunalaufsicht im Innenministerium etwas milder stimmen, wenn es um die Genehmigung des Etats geht – so jedenfalls die Hoffnung in der Stadtverwaltung und der Politik.

 


 

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