Sprengung? : Stadionbrücke fällt im November

Lösung nach dem Abriss: Anstelle der Stadionbrücke wird ein Überweg  die Straßenbahn-Haltestelle „Ostorf“ mit der Krösnitz-Halbinsel verbinden.
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Lösung nach dem Abriss: Anstelle der Stadionbrücke wird ein Überweg die Straßenbahn-Haltestelle „Ostorf“ mit der Krösnitz-Halbinsel verbinden.

Die Bauverwaltung prüft verschiedene Abriss-Varianten – auch eine Sprengung des maroden Bauwerkes ist möglich

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29. Juli 2014, 08:00 Uhr

Die Tage der Brücke zur Stadionstraße sind gezählt. Im November soll das Bauwerk verschwinden. Dafür werden in der Bauverwaltung derzeit mehrere Varianten geprüft. Da ein schrittweises Abtragen nach dem Vorbild der einstigen Straßenbahnbrücke am SVZ-Verlagshaus längere Vollsperrungen mit sich bringen würde, könnte die marode Brücke auch nach dem Vorbild von Autobahnen gesprengt werden. Es sei aber noch nichts entschieden.

Klar ist dagegen, dass es eine ebenerdige Zwischenlösung für den Straßenverkehr geben müsse, wenn die Brücke weg ist. Denn selbst wenn das erhoffte Finanzierungsmodell funktioniert: Die neue Brücke würde frühestens 2017 stehen. Bis dahin soll eine Ampellösung unter anderem das Überqueren der Ludwigsluster Chaussee von und zur Straßenbahnhaltestelle Ostorf ermöglichen. Am „Heißen Draht“ unserer Redaktion machten vor allem Anwohner aus der Gartenstadt deutlich, dass sie sich von einer erschwerteren Einfahrt in die Hagenower Straße eine Verkehrsberuhigung in ihrem Wohngebiet erhoffen. Derzeit wird die Hagenower Straße von hunderten Autofahrern täglich als Abkürzung von und nach Krebsförden genutzt.

Der schlechte Zustand der Krösnitz-Brücke ist vorwiegend auf den bis zum Jahr 1983 verwendeten Henningsdorfer Spannstahl zurückzuführen, der durch die so genannte Ölschlussverhärtung zwar doppelt so belastbar, aber auch genauso brüchig geworden war. Das rächt sich heute: Viermal im Jahr muss die Stadt nun die Tragfähigkeit der Überführung prüfen. Ein weiteres Problem ist die eindringende Feuchtigkeit.

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