Schwerin : Stachliger Nachwuchsstar

Drei Wochen alt ist das Baumstachler-Baby, das Tierpfleger Sebastian Rehse in seinen Händen hält.
Drei Wochen alt ist das Baumstachler-Baby, das Tierpfleger Sebastian Rehse in seinen Händen hält.

Schweriner Zoo freut sich über Junges bei den Baumstachlern Hally und Hubert

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11. Juli 2018, 20:45 Uhr

Es dauert ein bisschen, bis der kleine Baumstachler aus seiner Holzhöhle herauskommt. Beherzt nimmt Tierpfleger Sebastian Rehse den neuen Zoo-Bewohner in beide Hände, durch Handschuhe vor den schon ganz spitzen Stacheln geschützt. „Man braucht Geduld, wenn man das Jungtier sehen möchte“, erklärt Rehse. Drei Wochen alt ist der Nachwuchs von Hally und Hubert im Tierpark jetzt und noch etwas scheu.

Baumstachler, verwandt mit den Stachelschweinen, sind in den Laub- und Nadelwäldern von Nordamerika beheimatet. Ihre Stacheln helfen ihnen, in der freien Natur unter anderem Raubvögel abzuwehren. Bei Gefahr schlagen die Tiere mit ihrem Schwanz nach dem Angreifer. Baumstachler können sehr gut klettern, ernähren sich besonders gern von Knospen, Blättern und Rinde – „von den Früchten der Bäume“, wie Rehse sagt.

Hally und Hubert leben seit drei Jahren im Tierpark der Landeshauptstadt. Das Weibchen kam aus dem Parc Merveilleux in Luxemburg, das Männchen ist ein Wildfang aus den USA. Auf der ehemaligen Nasenbärenanlage haben es sich die beiden jetzt gemütlich gemacht. Hier finden sie vor allem ausreichend Klettermöglichkeiten.

Das Jungtier, etwa so groß wie ein Meerschweinchen, wird noch von seiner Mutter genährt, bekommt aber auch schon feste Nahrung. „Wir wissen noch nicht, ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt“, berichtet Rehse. Die Geschlechtskontrolle müsse erst noch erfolgen.

In den kommenden drei Monaten werde sich der kleine Baumstachler so entwickeln, dass er im Herbst schon weitgehend selbstständig seiner Wege im Gehege gehen könne, sagt der Tierpfleger. Tatsächlich seien Baumstachler von Natur aus Einzelgänger. „Aktiv sind sie bevorzugt in der Dämmerung“, betont Rehse. Aber einem Leckerli zum Beispiel könnten die Tiere auch im Hellen nicht widerstehen.

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