Stadionbrücke : Sprengung: Retter sind vorbereitet

Sicherheitsradien des Sprengmeisters: 200 Meter rund um die Brücke müssen alle Häuser geräumt werden.   Repro: Stadt
Sicherheitsradien des Sprengmeisters: 200 Meter rund um die Brücke müssen alle Häuser geräumt werden. Repro: Stadt

Polizei riegelt Stadionbrücke am Freitag in einem Umkreis von 300 Metern ab / Feuerwehr unterstützt Stadt bei Evakuierung

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25. November 2014, 08:00 Uhr

Der Countdown läuft: Am kommenden Freitag wird die Stadionbrücke gesprengt. Um 9 Uhr will der Sprengmeister auf den Knopf drücken, die Vorbereitungen der Experten laufen längst auf Hochtouren, die Brücke wird präpariert. Auch Feuerwehr und Polizei bereiten sich auf einen Großeinsatz vor. In einem Umkreis von 300 Metern wird die Polizei den Ort des Geschehens am Freitag von 8 Uhr an abriegeln.

„Absperrungen stehen an allen Zuwegungen, ob an der Ludwigsluster Chaussee, auf der Krösnitz oder am Faulen See“, sagt Polizeisprecherin Jenny Schwabe. Weder Kraftfahrer noch Radfahrer bzw. Fußgänger dürften den Bereich passieren. Bis voraussichtlich 9.30 Uhr werde die Sperrung dauern, „wenn die Sprengung pünktlich um 9 Uhr stattfindet“, so Schwabe. Die Ludwigsluster Chaussee selbst werde wegen der Arbeiten im Brückenbereich aber noch darüber hinaus gesperrt sein. Zusätzliche Kräfte würden die Schweriner Polizei unterstützen, erklärt die Sprecherin. Die Sicherheit in der Stadt sei gewährleistet.

Bereits von 6 Uhr an ist am Freitag die Feuerwehr gefragt. Dann soll nämlich die Evakuierung in einem Radius von 200 Metern anlaufen. „Betroffen sind knapp 80 Personen, die schriftlich informiert wurden“, sagt Feuerwehr-Sprecher Jens Krause. Gemeinsame Teams von Feuerwehr und Ordnungsamt würden den Evakuierungsbereich begehen. Notunterkünfte stünden in der Landesbibliothek in der Stellingstraße und in Form eines Nahverkehrsbusses in der Stadionstraße in Höhe der Firma Maxpress bereit, schildert Krause. Nach den Erfahrungen mit anderen Sprengungen rechne er aber nicht damit, dass viele Personen die Unterkünfte nutzten. „Die meisten Bürger gehen arbeiten, einkaufen oder einen Kaffee trinken“, so der Sprecher. Nur wenige Sekunden wird die Sprengung der Stadionbrücke nach Angaben von Krause dauern. „Ich gehe nicht davon aus, dass es eine Gefahr zum Beispiel durch herumfliegende Splitter geben wird.“ Trotzdem würden selbstverständlich Sicherheitsvorkehrungen getroffen, betont der Sprecher. So solle etwa auch auf der Krösnitz ein Rettungswagen postiert werden.

Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr durch die Absperrungen nicht zu gefährden, werde ein Drehleiter-Fahrzeug vorsorglich an der Feuerwehr-Wache in der Lübecker Straße untergestellt, kündigt Krause an.

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