Stralendorf erhält Fördermittel vom Land : Sportplatz-Projekt nahm größte Hürde

<fettakgl>Freuen sich schon auf den sanierten Sportplatz, auch wenn es den erst auf dem Papier gibt: </fettakgl>Stralendorfs Schulleiter Thilo Kreimer, Amtsvorsteher  Bodo Wissel und Schulsportleiter Ulrich Ruppach (v.l.). <foto>Werner Mett</foto>
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Freuen sich schon auf den sanierten Sportplatz, auch wenn es den erst auf dem Papier gibt: Stralendorfs Schulleiter Thilo Kreimer, Amtsvorsteher Bodo Wissel und Schulsportleiter Ulrich Ruppach (v.l.). Werner Mett

Noch ist das Geld nicht da. Aber nach der Zusage von Fördermitteln aus dem Schweriner Innenministerium gehen die Stralendorfer daran, die Auftragsvergabe für die Sanierung des Sportplatzes vorzubereiten.

svz.de von
12. März 2013, 10:30 Uhr

Stralendorf | Noch ist das Geld nicht da. Aber nach der Zusage von Fördermitteln aus dem Schweriner Innenministerium (SVZ informierte) geht die Stralendorfer Amtsverwaltung daran, die Auftragsvergabe für die Sanierung des Sportplatzes vorzubereiten. Für etwa 960 000 Euro sollen ein Fußballfeld, die 400-Meter-Bahn drum herum und weitere Leichtathletik-Anlagen entstehen. Nutznießer davon werden vor allem die Mädchen und Jungen am Gymnasialen Schulzentrum sein. Derzeit sind es 586 Schüler, Tendenz steigend.

Auch derzeit gibt es diese Sportanlagen. Nur richtig nutzen können sie die Schüler nicht. "Die Unfallgefahr ist an einigen Stellen einfach zu groß", sagt Ulrich Ruppach, der den gesamten Sportunterricht am Schulzentrum koordiniert. Von einer Aschenbahn kann beispielsweise schon lange nicht mehr geredet werden: Die oberste Bahn wurde im Laufe der Jahre regelrecht abgelaufen. Das grobe Material der einstigen Unterschicht ist gefährlich. Ein Sturz auf der 400-Meter-Bahn wäre in jedem Fall schmerzhaft, die Verletzungsgefahr ist hoch. "Deshalb weichen wir bei den Laufdisziplinen auf andere Strecken aus", berichtet Ruppach. Gesprintet wird auf dem Fußballrasen. Aber auch Weitsprung- und Kugelstoßanlagen sind marode. Fair benoten kann ein Sportlehrer unter diesen Bedingungen die gezeigten Leistungen eigentlich nicht: Auf einer vernünftig hergerichteten Sportanlage wären Zeiten und Weiten besser. Und mehr noch. "Unter regulären Bedingungen würden die Schüler zudem ihre Leistungen auch noch steigern", ist Schulleiter Thilo Kreimer, von Hause aus ebenfalls Sportlehrer, überzeugt. Gerade für die Oberschüler, deren Sportnote letztlich auch beim Abi-Durchschnitt zählt, ist das wichtig.

Die sportlichen Argumente stehen nicht allein im Raum: "Die Gemeindeunfallkasse hat die maroden Sportanlagen gesperrt - wegen der hohen Unfallgefahr", berichtet Amtsvorsteher Bodo Wissel. Das Amt Stralendorf als Schulträger musste deshalb handeln. Und das möglichst schnell. Doch schon nach der ersten Kostenschätzung war klar, dass die Gemeinden des Amtes dieses Projekt nicht stemmen können. Hilfe kommt nun gleich doppelt - von der Sportförderung und über eine Sonderbedarfszuweisung. Etwas mehr als 300 000 Euro Eigenmittel müssen die Stralendorfer Amtsgemeinden nun noch aufbringen. "Einen Förderanteil von fast 70 Prozent: So etwas gibt es heute kaum noch. Wir sind froh und erleichtert", so Bodo Wissel. Nun steht die Finanzierung. Die größte Hürde bei diesem Sportprojekt ist genommen.

Im Ziel sind die Stralendorfer aber noch nicht. Loslegen sollen die Bauarbeiter zu Beginn der Sommerferien. Dann wird der Fußballplatz nicht nur einen neuen, glatten Rasen erhalten. Zum Projekt gehört eine Beregnungsanlage. Um an Wasser dafür zu kommen, müssen Brunnen gebohrt werden. Die Stadionrunde wird neu angelegt - und in Zukunft auch tatsächlich 400 Meter lang sein. "Derzeit sind es 409,50 Meter", erzählt Ulrich Ruppach. "Ich habe nachgemessen." Die neue Bahn erhält einen Tartan-Belang. Hinter einem Fußballtor entstehen Weitsprung- und Kugelstoßanlagen. Hinter dem anderen ein Multifunktionsfeld für Volleyball, Badminton, Basketball und Fußballtennis. "Dieser Sportplatz wird ein Aushängeschild für unsere Schule", ist sich Kreimer sicher. Er bedankt sich bei den Gemeinden und den Fördergeld-Gebern für diese Investition.

Übrigens wird bei der Sportplatzsanierung nur der Teil in Angriff genommene, der dem Amt und damit zur Schule gehört. Der Übungsplatz und andere Bereiche des Gesamtareals gehört der Gemeinde Stralendorf - hier passiert vorerst nichts.

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