zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

21. Oktober 2017 | 21:38 Uhr

Schwerin : Sportpark: Verein erneuert Spielfelder

vom

Es tut sich was im Sportpark Lankow: Die Sanierung des Kunstrasenplatzes in Schwerin hat begonnen, weitere sollen folgen. Über die Nutzung gibt es Diskussion.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2012 | 06:47 Uhr

Lankow | Im Sportpark Lankow herrscht Bewegung. Noch sieht der vordere Kunstrasen fast aus wie Schotter, im kommenden Frühjahr soll er wieder grün und bespielbar sein, so die Vorstellung von Sportdezernent Dieter Niesen (SPD). Der Bauarbeiten laufen - "mit zwei Jahren Verspätung", sagt der Dezernent. Eigentlich sollte der Kunstrasenplatz bereits im Jahr 2010 erneuert werden. So hatten es auch die Stadtvertreter beschlossen.

Im Jahr 1994 erbaut hat der Kunstrasenplatz seine besten Zeiten aber längst hinter sich. Zehn Jahre hält so eine Anlage nach Ansicht von Experten der Deutschen Sporthochschule in Köln. Ähnlich dramatisch wie auf dem Kunstrasenplatz sieht es auf den beiden Plätzen im Stadionbereich des Sportparks aus: Ein Kunst- und ein Rasenplatz sollen in Lankow im kommenden Jahr eine Verjüngungskur erhalten und Ende kommenden Jahres fertig sein.

Damit das auch alles klappt, hat die Stadtverwaltung mit dem Verein FC Mecklenburg einen so genannten Gebrauchsüberlassungsvertrag geschlossen - Laufzeit bis 31. Dezember 2039. Im Verein, in dem unter anderem Schweriner Politikgrößen wie die Fraktionschefs Daniel Meslien (SPD) und Sebastian Ehlers (CDU) sind, sollen die besten Fußball-Talente Schwerins trainieren. Bis zum 31. August hatte noch der SSC Breitensport die Hoheit im Sportpark Lankow. "Mit dem Verein haben wir den Vertrag im gegenseitigen Einvernehmen aufgehoben", erklärt Niesen. Der Verein werde natürlich nicht vom Platz geworfen, sondern müsse nun mit dem FC Mecklenburg eine vertragliche Vereinbarung finden. "Dieser könnte den SSC mit der Bewirtschaftung beauftragen", schlägt Martina Joachim, Abteilungsleiterin im Sportamt der Stadt, vor.

Doch so eine Einigung scheint noch nicht in Sicht zu sein. Aus mehreren Schriftwechseln, die der Redaktion vorliegen, geht hervor, dass sich die Verantwortlichen im SSC übergangen fühlen. Demnach gibt es noch einen Vertrag zwischen Stadt und SSC. Doch so lange die Zuständigkeiten und damit die Rechtslage ungeklärt seien, würde die Stadt kein Geld überweisen. Für die Unterhaltung des Sportparkes plant der FC Mecklenburg Martina Joachim zufolge 120 000 Euro pro Jahr ein. "90 Prozent dieser Kosten übernimmt die Stadt", sagt sie weiter. Außerdem wolle der Verein einen siebenstelligen Betrag in die Erneuerung der Sportfelder stecken. Fördergeld sei beantragt. Der Stadtsportbund habe bereits 500 000 Euro zugesichert. Wann die Gelder fließen, wisse sie allerdings nicht. Der FC Mecklenburg hatte Förderungen für einen Naturrasenplatz und ein Kunstrasenspielfeld beantragt. Diese sollen bis Ende 2013 fertig sein.

"Ambitioniert", sagt Niesen. Die Stadt sei angesichts ihrer finanziellen Situation dazu nicht in der Lage. Aus diesem Grund wolle Schwerin den Fußballsport auch in Lankow zentrieren. Andere sollen nach und nach geschlossen werden. Die auf der Krösnitz, der Paulshöhe und in Görries seien inzwischen "abgewirtschaftet", sagt Niesen weiter. Wenn die drei Spielplätze in Lankow fertig sind, will er zunächst den Platz auf der Krösnitz schließen - "im Einvernehmen mit den dort aktiven Vereinen". Diese würden dann in Lankow Trainingsmöglichkeiten erhalten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen