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Schweriner Stensenschule will bauen : Sporthallen-Pläne auf dem Prüfstand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stensenschule setzt auf Hilfe vom Erzbistum beim Bau der neuen Schulsporthalle

von
erstellt am 07.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Nach der überraschenden Ankündigung des Erzbistums Hamburg, sich wegen finanzieller Probleme an dem dringend notwendigen Neubau der katholischen Edith-Stein-Schule in Ludwigslust nun doch nicht zu beteiligen, geraten auch künftige Pläne für die Schweriner Niels-Stensen-Schule ins Wanken. Beide Schulen gehören zum selben Träger, nämlich der Bernostiftung mit Sitz in Schwerin. Ganz konkret geht um es um den geplanten Neubau einer Sporthalle an der Eisenbahnstraße. Für vier Millionen Euro will sie hier eine Halle für die Schüler der Klassen 7 bis 12 errichten. Doch wenn das Erzbistum den Kredit für die neue Steinschule nicht absichern kann, schafft sie dann die Sporthalle?

Bislang haben die Stensen-Schüler Sportunterricht an verschiedenen Orten der Stadt, fahren in den Pausen dorthin mit dem Rad oder auf eigene Kosten mit der Straßenbahn. Für den Schulverein mit seinen 300 Mitgliedern schon seit langem ein unhaltbarer Zustand. Vorsitzender Dr. Georg Diederich will sich von der aktuellen Ankündigung des Erzbistums „nicht einschüchtern lassen“ und bleibt bei der Forderung, die Halle zu bauen und auch beim zweiten großen Wunsch, nämlich die Lehrer der Niels-Stensen-Schule zu verbeamten. „Bei der Werbung um geeignete Lehrkräfte sind die katholischen Schulen gegenüber den öffentlichen Schulen im Nachteil“, heißt es in einem Schreiben der Schulvereins-Vorstandes. Aber Diederich betont auch: „Wenn die Schule in Ludwigslust nicht erhalten bleibt, kommen auch die Schulen in Schwerin und Rostock in Gefahr. Das Gesamtkonzept des Trägers basiert auf allen drei Einrichtungen.“ Diederich will jetzt politisch agieren – mit einem Aufruf an alle katholischen Gemeinden hier. Sie sollen sich dafür einsetzen, dass das Erzbistum Hamburg sich ausdrücklich zur Bestandssicherung aller katholischen Schulen in Mecklenburg bekennt und die Bezuschussung durch das Erzbistum erhalten bleibt. Der Neubau der Schule in Ludwigslust, der durch einen Kredit der Bernostiftung finanziert werden kann, soll vom Erzbistum mit der Versicherung des finanziellen Rückhalts genehmigt werden. „Wir stellen unsere Forderungen im Sinne der Kinder“, so Diederich. „Die werden an den Schulen nämlich ausgezeichnet unterrichtet.“

Thomas Weßler, Direktor der Bernostiftung, verweist auf Sondierungsgespräche mit dem Erzbistum kommende Woche. „Es kann auch in Schwerin zu zeitlichen Verzögerungen kommen, wir werden aber Schritt für Schritt weitermachen. Nächste Woche wird es einen klaren Handlungsfahrplan geben.“


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