Sport in Schwerin : Sportförderung wird neu geregelt

Bis zu 80 Kinder pro Stunde sind beim PSV-Schwimmtraining dabei. Die Sportförderrichtlinie ermöglicht dem Verein städtische  Zuschüsse für die im Vergleich zu Sporthallen teure Schwimmhallennutzung.
Bis zu 80 Kinder pro Stunde sind beim PSV-Schwimmtraining dabei. Die Sportförderrichtlinie ermöglicht dem Verein städtische Zuschüsse für die im Vergleich zu Sporthallen teure Schwimmhallennutzung.

Politik berät über Förderrichtlinie, die aus dem Jahr 1993 stammt / Stadtsportbund war in die Erarbeitung mit einbezogen

von
31. März 2016, 12:00 Uhr

Seit Jahren gibt die Landeshauptstadt jährlich rund eine Viertelmillion Euro für die rund 100 Sportvereine in der Landeshauptstadt aus und unterstützt damit den Sport von mehr als 17 500 Vereinsmitgliedern. Das wird auch in diesem Jahr so sein: 250 900 Euro stehen für 2016 im Finanzplan der Stadt, berichtet Matthias Tillmann, Abteilungsleiter Sport in der Stadtverwaltung.

Das Geld nutzen die Vereine als Zuschuss, um ihre hauptamtlichen Vereinssportlehrer zu bezahlen, um auch sozial schwachen Kindern und Jugendlichen Sport zu ermöglichen, für Aufwandsentschädigungen ehrenamtlicher Übungsleiter, zur Nutzung von Sportstätten oder um Projekte der Integration und Inklusion zu unterstützen – also auch aus dem Ausland zugezogene Schweriner und Bürger mit Handicap einzubinden. Gefördert werden können durch die Stadt auch die Beschaffung von Sportgeräten, insbesondere die Erstbeschaffung bei Vereinsneugründungen, die Teilnahme von Sportlern an Meisterschaften und natürlich die Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen. Außerdem kann die Stadt Bewirtschaftungs- und Investitionszuschüsse für vereinseigene Sportanlagen gewähren.

Die entsprechenden Grundlagen für die Sportförderung der Stadt sind sehr alt. Die Förderrichtlinie stammt aus dem Jahr 1993 und „ist damit wohl die älteste, die wir haben“, sagt Matthias Tillmann. Jetzt soll sie an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Nach ausgiebiger Beratung mit dem Stadtsportbund hat die Verwaltung jetzt die neue Förderrichtlinie zur Diskussion in die Gremien der Stadtvertretung gegeben.

Sportförderung können alle gemeinnützigen Sportvereine oder Ortsgruppen von Bundes- und Landesvereinen mit Sitz in der Landeshauptstadt beantragen. Die Vereine müssen mindestens 31 Mitglieder – darunter zehn Prozent Kinder und Jugendliche – haben bzw. im Behinderten-, Reha- und Seniorensport tätig sein.

Neu ist in der Richtlinie unter anderem die Festlegung von Mindestgehältern für hauptamtliche Vereinsportlehrer als Fördervoraussetzung. Klargestellt wurde außerdem, dass diese Sportlehrkräfte mindestens zur Hälfte ihrer Arbeitszeit für die direkte Sportbetreuung eingesetzt werden müssen. Je Verein können in Abhängigkeit von der Mitgliederzahl maximal zwei Sportlehrkräfte gefördert werden. Für ihre ehrenamtlichen Trainer bekommen die Vereine bis zu 330 Euro im Jahr, wenn sie sich selbst mit mindestens 25 Prozent an der Aufwandsentschädigung für Ehrenamtliche beteiligen.

Die neue Sportförderrichtlinie der Landeshauptstadt soll rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten. Die Entscheidung trifft die Stadtvertretung.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen