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Kita in Schwerin : Spielplatz-Streit schaukelt sich auf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kita „Villa Traumland“: Eltern fühlen sich von DRK und Stadtwerken hingehalten und wollen endlich versprochenes Außengelände

von
erstellt am 21.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Eine große Sandfläche, auf der Wasser steht, ein provisorischer Pavillon als Wetterschutz, in einer Ecke eine Wippe und eine Schaukel – die Fläche direkt hinter der Kita „Villa Traumland“ in der Bornhövedstraße sieht nicht gerade traumhaft aus. Kein Wunder, dass offenbar viele Eltern verärgert sind. „Seit einem Jahr werden wir hingehalten“, klagt ein Vater. In der Kritik steht dabei nicht nur das Deutsche Rote Kreuz als Träger. Auch die Schweriner Stadtwerke, die Unterstützung bei der Herrichtung des Geländes zugesagt hatten, müssen sich rechtfertigen.

„Wir stehen zu unserem Wort“, hatte Stadtwerke-Chef Dr. Josef Wolf vor einem Jahr versichert, im Gespräch mit unserer Zeitung. Weil die Stadtwerke ursprünglich beabsichtigt hatten, ihr Geothermie-Projekt in der Nähe der Kita bei den Waisengärten umzusetzen, waren auf dem Kita-Grundstück etliche Bäume gefällt worden. Dann entschied sich der Energieversorger für ein Areal in Lankow – und hinterließ an der Bornhövedstraße eine „Mondlandschaft“, so damals die Kritik von Eltern in einem offenen Brief. Wolf wies diesen Vorwurf zurück, stellte Ersatzpflanzungen und auch ein Gerät für einen neuen Spielplatz in Aussicht – noch für 2015.

„Wir stehen zu unserem Wort“, sagt jetzt ebenfalls Stadtwerke-Sprecher Aurel Witt. Es habe auch schon Ersatzpflanzungen auf dem Kita-Grundstück gegeben. Dass noch nicht mehr auf dem Traumland-Gelände geschehen sei, habe nicht an den Stadtwerken gelegen, betont Witt. „Wir sind nicht der Eigentümer der Fläche.“

Tatsächlich seien es noch offene Grundstücksfragen gewesen, die einer weiteren Entwicklung des Geländes bislang im Wege gestanden hätten, erklärt Jens Leupold, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. So habe etwa die Kita nach dem Hin und Her mit den Stadtwerken auch einen Teil ihres Grundstücks an die Stadt für einen Fußweg zu den Waisengärten abgetreten und für dieses Entgegenkommen eine Ausgleichsfläche am anderen Ende des Geländes erhalten. Dieser Tausch müsse noch notariell besiegelt werden, so Leupold.

An einer Konzeption für die Neugestaltung des Kita-Grundstückes fehle es jedenfalls nicht, sagt der DRK-Geschäftsführer. Unter dem Titel „Dschungel“ sei ein Park mit viel Grün und Bäumen geplant, zuerst würden die Randbereiche gestaltet, was teilweise auch schon geschehen sei. Laubengänge solle es geben, aber auch eine Ecke zum Matschen, einen Bolzplatz und eine Tischtennisplatte. Die Kosten für das gesamte Projekt, das nun im kommenden Jahr klare Konturen annehmen soll, beziffert Leupold mit rund 350 000 Euro. Die Stadtwerke hätten eine „großzügige“ Unterstützung zugesagt, es gäbe einen engen Kontakt zum Energieversorger.

Der Elternrat der Kita „Villa Traumland“ sei erst jüngst wieder über den Stand der Dinge informiert worden, sagt der Geschäftsführer.

 

 

 

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