Entscheidung : SPD will Andreas Ruhl als neuen Dezernenten

Der Schweriner Finanzdezernent Dieter Niesen wird im Herbst sein Büro nach einer Amtsperiode verlassen.
Der Schweriner Finanzdezernent Dieter Niesen wird im Herbst sein Büro nach einer Amtsperiode verlassen.

Kreisvorstadt und Fraktion schlagen den Finanzexperten vor für den Posten, den bislang Dieter Niesen besetzt

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25. März 2015, 23:21 Uhr

Die Schweriner Sozialdemokraten haben sich auf den Leiter des städtischen Amtes für Finanzen als Kandidat für den Dezernenten für Finanzen, Jugend und Soziales geeinigt. Die Stadtvertretung soll Andreas Ruhl voraussichtlich im Mai wählen. Einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht. Die Fraktionen von CDU und Linke hatten sich bereits im Vorfeld für ein Vorschlagsrecht der SPD-Fraktion ausgesprochen.

Diese hat sich am Dienstagabend gemeinsam mit dem Kreisvorstand auf Andreas Ruhl verständigt, der schon seit Beginn der 1990er-Jahren in der Stadtverwaltung tätig ist und als ausgesprochener Finanzexperte gilt. Damit sind die übrigen vier Bewerber auf die Stelle vorerst aus dem Rennen: die Vienenburger Bürgermeisterin Astrid Salle-Eltner, der Referatsleiter im Sozialministerium Gerhard Reichert, Ingo Funk von der Beteiligungsverwaltung – und Amtsinhaber Dieter Niesen. Dass Letzterer keine Chance von seinen eigenen Genossen erhält, hatte sich schon abgezeichnet. Öffentlich gab es zwar kaum Kritik, doch hinter den Kulissen herrschte oft Eisesstimmung. Niesen war beim Hauptthema der Schweriner SPD – Bildung – zu oft in der Kritik. Auch aus anderen Fraktionen war zu hören, dass Niesen nicht wiedergewählt würde. „Da es für Dieter Niesen trotz seiner guten geleisteten Arbeit keine ausreichende Akzeptanz in der Stadtvertretung gibt, haben wir die Stelle öffentlich ausgeschrieben“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Daniel Meslien.

Die Kommunalverfassung lässt allerdings zu, dass einer der vier nicht zum Zuge gekommenen Bewerber auf die öffentliche Ausschreibung noch am Wahltag selbst als Gegenkandidat zu Ruhl aufgestellt wird. Deren Unterlagen haben die Stadtvertreter schließlich alle bereits gelesen. Einen „Überraschungskandidaten“ darf es dagegen nicht geben.

„Bei der Personalauswahl haben wir vor allem auf die Schweriner Verankerung, Verwaltungs- und Führungserfahrungen und die Wählbarkeit durch die Mehrheit der Stadtvertreter geachtet. Andreas Ruhl ist deshalb die richtige Entscheidung für diese Position“, so Meslien. „Solide Finanzen und ein familienfreundliches Schwerin, das das Miteinander der Generationen fördert, Barrieren abbaut und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht – diese Politik soll Andreas Ruhl ab September in der Verwaltungsspitze vertreten.“

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