Schwerin : Sparkassen-Fusion gerät in Gefahr

Die Sparkassen Mecklenburg-Schwerin und Parchim-Lübz wollen fusionieren.
Die Sparkassen Mecklenburg-Schwerin und Parchim-Lübz wollen fusionieren.

Parchimer Stadtvertreter votieren gegen Übernahme

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04. September 2020, 05:00 Uhr

Die von der Stadtvertretung mit 23 gegen 17 Stimmen beschlossene Fusion der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin mit der Sparkasse Parchim-Lübz (SVZ berichtete) gerät in Gefahr. Denn die Parchimer Stadtvertretung hat mit acht zu acht Stimmen bei einer Enthaltung die Verschmelzung abgelehnt. „Das bedeutet aber keineswegs das Aus für die geplante Fusion“, sagt Oberbürgermeister Rico Badenschier, zugleich stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des Sparkassenzweckverbandes. Denn die Vereinigung werde durch die Zweckverbände der Sparkassen Mecklenburg-Schwerin und Parchim-Lübz beschlossen. Im Schweriner Zweckverband sitzen die Vertreter der Landeshauptstadt und des Landkreises paritätisch, im Parchimer sind sowohl der Landkreis als auch die Städte Sternberg, Lübz und Parchim vertreten. Für den Fusionsbeschluss reicht eine Zwei-Drittel-Mehrheit beider Zweckverbände.

Doch selbst wenn die Fusion nicht zustande kommen sollte, brauchen sich die Schweriner keine Sorgen zu machen. „Unsere Sparkasse ist erfolgreich und stark. Durch eine Übernahme würde sie aber noch gewichtiger werden. Eine so große Regionalsparkasse wäre im Interesse der Landeshauptstadt und würde zudem das Verhältnis von Schwerin zur Region stärken“, erläutert Badenschier die Vorteile. „Und für die Schweriner Sparkassenkunden würde sich im Alltag nichts ändern. Sprich: Kontonummer und Bankleitzahl bleiben, ebenso der Sitz der Zentrale in Schwerin.“

Viele Chancen also, und wo sind die Risiken? Silvio Horn, der Fraktionschef der Unabhängigen Bürger, hatte in der Stadtvertretung argumentiert, dass es aus Schweriner Sicht keinen Bedarf an einer Fusion gäbe, AfD-Vizefraktionschef Steffen Beckmann hätte sich mehr fundierte Zahlen gewünscht. Badenschier hält dagegen: Die finanziellen Aspekte seien in mehreren Sitzungen des Beirats des Gesellschaft für Beteiligungsverwaltungen hinlänglich erörtert worden und die Übernahme wäre ein positives Signal an die Region, dass Schwerin zu seiner Rolle als Oberzentrum steht.

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