Schwerin : Sparkasse stärkt Sitz am Marienplatz

Eingespieltes Führungsduo: Kai Lorenzen und Ulrich Kempf (r.)
Eingespieltes Führungsduo: Kai Lorenzen und Ulrich Kempf (r.)

Neben zunehmender Digitalisierung soll persönliche Beratung große Rolle spielen

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22. Februar 2018, 16:00 Uhr

Der Vorstand der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin ist mit dem Geschäftsjahr 2017 zufrieden. „Die Sparkasse befindet sich auf Wachstumskurs, die Kundeneinlagen sind sicher und es wird keine Negativzinsen für Privatkunden geben“, fasst Vorstandsvorsitzender Kai Lorenzen die wichtigsten Parameter zusammen. Trotz anhaltender Niedrigzinsphase, steigender Belastungen, unter anderem durch neue Regulierungsanforderungen habe das Kreditinstitut wieder ein solides Jahresergebnis erreicht und könne so auch weiter in der Region für die Region wirken.

„Wir haben mit unserem Netz von drei Kompetenzzentren, 18 Filialen und elf Selbstbedienungsfilialen die größte Dichte in der Fläche. Aufgestockt haben wir die Zahl unserer Einzahlungsautomaten, so genannter Cash Recycler, auf jetzt 19. Damit kommen wir Kundenwünschen entgegen“, erläutert Lorenzen.

In Schwerin wird die Filiale in der Wismarschen Straße nach mehrjähriger Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes im nächsten Monat wieder eröffnet. Dafür wird die Filiale in der Puschkinstraße im März in eine SB-Stelle umgewandelt. „Die Kunden haben das dortige Betreuungs- und Beratungsangebot immer weniger genutzt, sind in unser Kompetenzzentrum am Marienplatz gekommen“, erklärt Vorstandsmitglied Ulrich Kempf den Hintergrund der Entscheidung. Dies habe zugleich zur Folge, dass das Angebot am Marienplatz ausgeweitet werde. „Hier werden die Kunden ab April neben der größten Filiale unseres Kreditinstituts noch mehr kompetente Beratung in Immobilienfragen, zu Versicherungen und Vermögensanlage finden. Wir sind mit unseren Leistungen dort, wo sie von unseren Kunden nachgefragt werden“, betont Kempf. Gerade bei komplexeren Finanzierungs-, Versicherungs- oder Wertpapierfragen sei persönliche Beratung nach wie vor von hoher Bedeutung für die Kunden.

Dazu gehört neben Baufinanzierung – das Neugeschäft belief sich im vergangenen Jahr auf 63 Millionen Euro – insbesondere das Wertpapiergeschäft. Angesichts der Niedrigzinsphase steige die Nachfrage nach Aktien. „Wir haben 2017 mehr als 1500 neue Aktiensparpläne abgeschlossen“, berichtet der Sparkassenvorstand. Der Aufwand der Kundenberatung habe sich angesichts neuer EU-Vorschriften indes erheblich erhöht.

Deutlich gewachsen sind im vergangenen Jahr auch die Kundeneinlagen, nämlich um 66 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen 32 Millionen Euro an Krediten, die neu ausgereicht wurden, berichtet Lorenzen und nennt weitere Zahlen: Die Bilanzsumme belief sich im Vorjahr auf 2,2 Milliarden Euro – damit ist die Schweriner Sparkasse die drittgrößte in MV. Die Eigenkapitalquote kletterte auf 18,8 Prozent, der Ertrag vor Steuern erreichte 22,3 Millionen Euro. Damit könne die Sparkasse ihr Engagement in der Region für das Gemeinwohl fortführen. Im vergangenen Jahr wurden dafür 1,4 Millionen Euro bereit gestellt.

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