zur Navigation springen

Volkshochschule erhöht Gebühren : Späteres Lernen wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auch die Volkshochschule muss sparen: Städtische Bildungseinrichtung will Gebühren erhöhen und bietet Ermäßigungen nur noch für Schweriner

Schwerin Die Volkshochschule „Ehm Welk“ hat ihre seit 1995 geltende Gebührensatzung überarbeitet und will rückwirkend zum Jahresbeginn ihre Kursgebühren in den meisten Bereichen anheben. „Steigende Kosten sowohl im Sachkosten- als auch im Personalkostenbereich erfordern eine Anpassung der Gebühren“, begründet die Leiterin der Volkshochschule Marita Schwabe diesen Schritt. Die Kosten für die Erlangung von Haupt- und Realschulabschlüssen werden allerdings nicht steigen. Ein Beispiel: Die Gebühr für den Vorbereitungslehrgang zum Hauptschulabschluss beträgt nach wie vor 205 Euro. „Hier hoffen wir künftig sogar auf eine Entlastung der Schüler, wenn die Landesregierung ihre Ankündigung umsetzt, künftig alle Schulabschlüsse kostenfrei zu stellen. Das wäre ein wichtiges Signal an die jungen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Denn eine abgeschlossene Schulausbildung sichert Jugendlichen mehr Chancengleichheit und berufliche Perspektiven. Und das ist gut für das Land und für die Kommunen“, so Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

Die Gebührensatzung regelt auch die Ermäßigungen neu. Danach gibt es künftig für Nicht-Landeshauptstädter an der Volkshochschule keinen Gebührennachlass mehr. Stattdessen sollen Geringverdiener zum Kreis der Bevorzugten gehören. „Durch die Überarbeitung der Gebührensatzung wollen wir die Wirtschaftlichkeit unserer städtischen Bildungseinrichtung erhöhen und gleichzeitig Ermäßigungen gezielter einsetzen, um Bürgern unserer Stadt die Bildungsangebote dennoch zugänglich zu machen“, so die OB.

Die Erhöhungen sind zum Teil drastisch. Kostete ein Stunde Sprachunterricht bislang zwischen 1,50 und 2,50 Euro sind jetzt zwischen 3,74 und 5 Euro fällig. Gesundheitskurse schlagen jetzt mit drei bis fünf Euro zu Buche. Seniorengruppen zahlen nun in der Volkshochschule zwischen 2,50 und 3 Euro pro Kursstunde.

An der Volkshochschule  werden jährlich 14 550 Unterrichtsstunden für mehr als 4500 Kursteilnehmer erteilt. Der städtische Zuschuss von 425 000 Euro soll sich durch die Gebührenanpassung auf 343 000 Euro verringern, der Kostendeckungsgrad von 57 auf 66 Prozent steigen. Timo Weber

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 07.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen