Schwerin : Sozialwohnungen für mehr Durchmischung

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15. März 2019, 05:00 Uhr

Mit einem Antrag zur März-Sitzung der Stadtvertretung wollte die Fraktion Unabhängige Bürger erreichen, dass bei Sanierung des ehemaligen Polizeigebäudes in der Amtsstraße auch zehn barrierefreie Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung durch den Investor geschaffen werden. Die Mehrheit der Stadtvertreter sprach sich jedoch dagegen aus und lehnte den Antrag ab. „Wir sind verwundert, denn die Stadtvertretung hat jüngst erst mit großem politischen Widerhall einen weitreichenden Beschluss zur Verhinderung von Segregation gefasst“, sagt Fraktionsvorsitzender Silvio Horn. Alle wollen also etwas unternehmen zur Durchmischung von Stadtquartieren. Nur wenn es um die Wurst gehe, herrsche eisiges Schweigen. Das zentrumsnahe Grundstück wäre sehr gut geeignet gewesen, die angestrebten Ziele zu erreichen, so Horn weiter. Insoweit hätte die Stadt die Liegenschaft auch selbst entwickeln können. Der Vorschlag, einen kleinen Teil an Sozialwohnungen vorzusehen, hätte das Gesamtkonzept des Investors nicht unrealisierbar gemacht. „Umso verwunderlicher ist es, dass insbesondere auch CDU und SPD gegen diesen Antrag gestimmt haben.“

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