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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 07:42 Uhr

Abriss : Sozialkaufhaus zieht um

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Block in der Keplerstraße wird abgerissen. Die Stadt hilft bei der Suche nach einem neuen Domizil.

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Das Sozialkaufhaus im Mueßer Holz muss sich ein neues Domizil suchen. „Am 31. Dezember endet der Mietvertrag für das Haus in der Keplerstraße“, bestätigt der Vorsitzende der Schweriner Tafel, Peter Grosch, auf SVZ-Anfrage. Grund: Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) plant, den betreffenden Block abzureißen. Bereits seit längerer Zeit seien die Mieter über diese Absicht informiert, sagt SWG-Geschäftsführer Guido Müller.

Bei der Suche nach einer neuen Bleibe werde die Tafel von der Stadt unterstützt, erklärt Vorsitzender Grosch. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Baudezernent Bernd Nottebaum hätten ihre Hilfe zugesagt. „Wir wollen mit unserem Angebot weiterhin auf dem Dreesch bleiben, aber vielleicht etwas näher an die Innenstadt rücken“, betont Grosch. Der Umzug solle außerdem dazu genutzt werden, mehrere Tafel-Projekte unter einem Dach zusammenzufassen, also neben dem Sozialkaufhaus auch die bisher in der Hegelstraße untergebrachte Kindertafel und die Job-Tafel an einem Ort zu konzentrieren. „Möglichst sollte der neue Standort dann kein Haus mit mehreren Etagen, sondern ein ebenerdiges Gebäude sein“, so der Schweriner Tafel-Chef. Im Sozialkaufhaus in der Keplerstraße gibt es außer der Suppenküche der Tafel auch eine Möbelbörse der Anker Sozialarbeit und eine Kleiderkammer des Diakoniewerks Neues Ufer. 2005 wurde das Haus eröffnet. Seither nutzen vor allem Alleinerziehende mit Kindern, bei denen das Geld zum Leben nicht bis zum Monatsende reicht, aber auch viele ältere Menschen mit einer kleinen Rente das Angebot. In der Julius-Polentz-Straße in Lankow unterhält die Tafel ein weiteres Sozialkaufhaus.

Im Laufe des kommenden Jahres soll der Block in der Keplerstraße abgerissen werden. Die SWG folge mit diesem Schritt dem Stadtentwicklungskonzept der Kommune und reagiere auf das Überangebot an Wohnungen in Schwerin, erläutert Geschäftsführer Müller. Dabei bemühe sich die Wohnungsbaugenossenschaft um einvernehmliche Lösungen mit den bisherigen Mietern.

Das Sozialkaufhaus werde sein neues Domizil voraussichtlich noch in diesem Jahr beziehen, sagt Tafel-Chef Grosch. Er setzt darauf, dass bald ein neuer Standort auf dem Dreesch gefunden ist.

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