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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 15:11 Uhr

Rastow : Sonnenstrom vom alten Sägewerk

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brüsewitzer Firma errichtet Photovoltaik-Anlage auf dem einstigen Firmenareal am Rastower Bahnhof

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 15:28 Uhr

Der Bau des Solarparks auf dem Areal des einstigen Sägewerks von Rastow geht in die Schlussphase. Die 24  000 Module sind aufgestellt, auch die Wechselrichter stehen. Aber noch haben Mitarbeiter der Brüsewitzer Firma Enertek Energietechnik damit zu tun, die Trafostationen zu installieren und so den Anschluss ans Stromnetz herzustellen. „Das passiert aber gleich im neuen Jahr“, verrät Projektleiter Oliver Sommer.

Die Brüsewitzer bauen und bewirtschaften diese Photovoltaik-Anlage im Auftrag eines privaten Investors. Der Solarpark hat ein Leistungsvermögen von sechs Megawatt peak. Damit können bis zu 1  800 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Oliver Sommer ist sehr zufrieden, dass wieder mehr Solarparks errichtet werden. Durch die Änderung des Erneuerbaren Energiengesetzes sank die Vergütung, doch inzwischen gibt es wieder mehr Investoren für Sonnenstrom. Für die wird die Brüsewitzer Firma mit 50 Angestellten aktiv. So baute Enertek in zurückliegenden Jahren die Solarparks bei Stern Buchholz und Strohkirchen. Und mit Rastow noch ein weiteres Projekt quasi vor der Haustür zu haben, ist für die Firma besonders angenehm.

Das Rastower Projekt hat zudem schon eine Vorgeschichte. „Schon die vorherige Gemeindevertretung hat es in die Wege geleitet“, erzählt Bürgermeister Ralf Egbert Scharlaug und er betont: „Der Solarpark ist auch für die Gemeinde ein gute Sache.“ Denn so fließen Pachteinnahmen für das Land in die Gemeindekasse. Zudem war es dringend nötig, dass auf dem Areal des einstigen Sägewerks endlich etwas passiert. Die Gebäude wurden zwar schon vor Jahren abgerissen. Doch leider verkamen die Freiflächen zur illegalen Müllkippe. Die Gemeinde Rastow musste immer wieder für Ordnung sorgen – auf ihre Kosten. Nun ist das Areal eingezäunt, die Fläche wird wieder genutzt. Und der Solarpark geht sogar über das frühere Firmengelände hinaus. Solarmodule stehen auf einer Gesamtfläche von acht Hektar, auch etwas Ackerland auf der anderen Seite der Bahnstrecke gehört zum Solarpark.

Oliver Sommer hofft, dass es mit neuen Projekten in Mecklenburg-Vorpommern und Aufträgen für die Brüsewitzer im kommenden Jahr so weitergeht. „Die Standortbedingungen hierzulande sind gut. Schließlich gehört die Ostseeküste zu den Regionen mit den meisten Sonnenstunden pro Jahr in ganz Deutschland.“

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