Musical : „Sonnenallee“ bringt die 70er zurück ins Theater

Mit dem Musical „Sonnenallee“ setzt  Regisseur Ralph Reichel einen drauf und schließt an  seine  gefeierten Produktionen „The Rocky Horror Show“ und „Hair“ an.
Mit dem Musical „Sonnenallee“ setzt Regisseur Ralph Reichel einen drauf und schließt an seine gefeierten Produktionen „The Rocky Horror Show“ und „Hair“ an.

Musical-Version des Kino-Erfolgs um 19.30 Uhr im Großen Haus

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18. Februar 2014, 23:53 Uhr

Wenn sich heute Abend um 19.30 Uhr der Vorhang im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters hebt, dann erscheint auf der Bühne eine legendäre Straße: die Sonnenallee, nahe der Berliner Mauer, irgendwann in den 70er-Jahren. Der Kino-Erfolg aus dem Jahr 1999 sorgt nun als Musical-Version in Schwerin für tosenden Beifall und einen Publikumsansturm. Die meisten der 13 Vorstellungen von „Sonnenallee – Das Musical“ in der Regie von Ralph Reichel, die bis 2. März gegeben werden, sind bereits ausverkauft. Zu einzelnen Vorstellungen gibt es noch Karten im Vorverkauf. Stehplätze und Karten mit eingeschränkter Sicht werden für alle Vorstellungen jeweils tagesaktuell an der Abendkasse angeboten.

„Man munkelt von einer Dienststelle, wo die sich den ganzen Tag die heißen Scheiben reinziehen, um sie uns dann zu verbieten.“ Wer vor 25 Jahren am kürzeren Ende der Sonnenallee über die Straße ging, hatte Publikum. Der Klassenfeind schaute über die Mauer in den Osten und sah kostümierte Fluchtversuche, Schmuggel-Experimente oder bei übermütigen Partys das Urinieren auf den antifaschistischen Schutzwall.

Aus diesen komödiantisch zugespitzten Kuriositäten entwickelten Leander Haußmann und Thomas Brussig den populären Film „Sonnenallee“: Michael Ehrenreich und sein Freund Mario werden in der DDR erwachsen, entjungfert und wehrpflichtig. Dasselbe Startkapital, aber zwei völlig verschiedene Lebenswege. Mario, der Unruhestifter mit Schulverweis, wird Vater und beginnt sich mit dem Staat zu arrangieren, der Stasi und dem Dienst an der Waffe. Michael schreibt für die angebetete Mirjam nachträglich das Tagebuch seiner Schulzeit und sich selbst darin eine Aufmüpfigkeit zu, die der Musterschüler im Gegensatz zu Mario nach der Schule dann tatsächlich auszuleben beginnt. Noch bevor die Mauer zerbricht, tut es die Freundschaft.

„Sonnenallee – Das Musical“ ist opulent inszeniert mit Tanz und unter der musikalischen Leitung von John R. Carlson.

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