Sonne lässt den Spargel jetzt bei Sülstorf sprießen

Saisonkräfte aus Polen helfen bei der Ernte des Edelgemüses  auf dem Feld am Dorfrand von Sülstorf.Heidrun Pätzold
Saisonkräfte aus Polen helfen bei der Ernte des Edelgemüses auf dem Feld am Dorfrand von Sülstorf.Heidrun Pätzold

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07. Mai 2013, 09:52 Uhr

Sülstorf | Der Auftakt der Spargelernte auf dem Feld bei Sülstorf am 1. Mai war bescheiden. Aber jetzt, da die Sonne seit mehreren Tagen für warme Temperaturen sorgt, sprießt das Edelgemüse regelrecht. "Wir ernten zwischen 300 und 500 Kilogramm am Tag", sagt Steffen Schwedt, Geschäftsführer der Kartoffelmarkt Sülte GmbH und verantwortlich für die Vermarktung des Spargels. Das Unternehmen gehört zur

Agrarproduktgesellschaft (Agp) Lübesse. Sieben polnische und zwei einheimische Saisonkräfte helfen bei der Spargel ernte. Gestochen wird in der Regel morgens. Wenn die Witterungsbedingungen optimal sind - etwa so wie gestern -, wird zusätzlich noch nachmittags geerntet.

Sollte es länger trocken bleiben, kann die Fläche bei Sülstorf beregnet werden. Noch aber findet der Spargel dank seiner tiefen Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit im Boden, erklärt der Fachmann.

Das Königsgemüse wird im Hofladen in Sülte und am eigenen Stand an der Tankstelle in Lübesse verkauft. An den Handel liefert Sülte nicht mehr. Das lohne nicht, so Steffen Schwedt. Aus verschiedenen Gründen. Zum einen hat die Agp Lübesse die Anbaufläche von 18 auf 4 Hektar reduziert. Vor zwei Jahren waren die Pflanzenwurzeln von einer Pilzkrankheit befallen. Diese Fläche musste umgebrochen werden. Steffen Schwedt: "Wir bleiben jetzt bei vier Hektar, erweitern die Fläche nicht mehr." Die Erträge daraus reichen, um die Stammkunden weiterhin mit Spargel aus Sülte zu versorgen. "Der Geschmack ist gut. Das bestätigen die Kunden uns immer wieder. Auch die Frische stimmt. Nach der Ernte wird der Spargel gewaschen, sortiert und sofort angeboten." Aber dem Einzelhandel reichte die Qualität optisch nicht aus. Der Boden hier weist Kiesanteil auf. Dieser sorge dafür, dass die Stangen braune Rostflecken haben können, die beim Schälen natürlich weg sind, so Schwedt. Der Handel aber wolle schneeweiße Stangen. Außerdem konnte der Lübesser Landwirtschaftsbetrieb mit großen Spargelanbauern wie Belitz nicht mithalten, auch was die Preisgestaltung betrifft.

Die Ernte begann zwar 14 Tage später als 2012 , sie endet trotzdem wie geplant am 21. Juni, erklärt Schwedt. "Die Saison ist dann kürzer. Aber als kleiner Anbauer rechnen wird nicht unbedingt damit, Verluste einzufahren. Die größten Kosten entstehen sowieso beim Stechen."

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