Missbrauchsskandal in Schwerin : Sonderausschuss plant den Abschlussbericht

Untersucht das Verhalten des Jugendamtes: Neunmal hat der Sonderausschuss bereits getagt.
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Untersucht das Verhalten des Jugendamtes: Neunmal hat der Sonderausschuss bereits getagt.

Prüfergebnisse zur Rolle des Jugendamtes sollen vor der Sommerpause vorliegen

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08. Juni 2016, 21:00 Uhr

Der Untersuchungsausschuss der Stadtvertretung soll Fehler im Jugendamt aufzeigen im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Verein Power for Kids durch den langjährigen Leiter Peter B. Hätten 40 sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen zwischen Februar und August 2015 verhindert werden können, wenn im Jugendamt gehandelt worden wäre? Seit Februar waren die Jugendamtsleiterin und mindestens zwei ihrer Mitarbeiter über Missbrauchsvorwürfe informiert. Im August wurde Peter B. verhaftet. Neunmal haben die neun Sonderermittler jetzt getagt. Sie haben Akten gelesen, Zeugen gehört. Manches blieb unerreichbar: Der damalige Jugenddezernent Dieter Niesen will nicht reden, der Vorstand von Power for Kids auch nicht. Der Internationale Bund zeigt das Protokoll nicht, das geschrieben wurde, als ein Sozialarbeiter den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses über möglichen Missbrauch bei Power for Kids informierte.

Dennoch will Sonderausschuss-Chef Sven Klinger ein erstes Gerüst für den Abschlussbericht der Stadtpolitik erstellen, über das bei der nächsten Beratung geredet werden soll. Der Bericht selbst mit Empfehlungen soll noch vor der Sommerpause vorliegen. Und Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow? Sie kam heute auch nicht zu den Sonderermittlern, sondern war beim zeitgleich tagenden Kulturausschuss. Die Chefin der Verwaltung setzt ihre Prioritäten.

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