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Schlossfestspiele Schwerin : Sommeroper gewinnt Konturen

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kulissenbauer, Requisiteure, Theatermaler, Techniker und Kostümbildner im Stress: In zwei Wochen beginnen Proben für „La Traviata“

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erstellt am 15.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Emsiges Treiben auf dem Alten Garten und in den Werkstätten des Mecklenburgischen Staatstheaters weist untrüglich darauf hin, dass die Vorbereitungen für die Schlossfestspiele ihre heiße Phase erreicht haben. Damit in spätestens zwei Wochen vor der Schlosskulisse unter freiem Himmel geprobt werden kann, muss das Bühnenbild für „La Traviata“ fertig sein. Und das stellt bei der gewaltigen Dimension des Alten Gartens alle Akteure vor ebenso gewaltige Herausforderungen.

„Wir müssen in diesem Jahr nicht nur ein rund 200 Quadratmeter großes Bodentuch für die Bühne fertigen, sondern es werden insgesamt gleich fünf benötigt“, sagt Ulrich Altermann, der Leiter des Malsaales. Und diese sollen nicht nur dekorativ sein und ins Bühnenbild passen, sondern sie müssen noch weitere Funktionen erfüllen: Sie verdecken die Unterkonstruktion aus Stahl und Holzplatten, schützen die unter der Hauptbühne positionierten Musiker der Staatskapelle vor Regen und Wind und erhöhen die Sicherheit der Akteure auf der Bühne, denn sie sind rutschhemmend. Um die rund 17 mal 12 Meter großen Planen farblich exakt zu gestalten, hat der Malsaalchef sich Unterstützung geholt: Der frühere Theatermaler Hans-Jürgen Kruse hilft aus, gemeinsam mit Georg Kirn und Hans- Dieter Kerber. Denn Altermanns Mitarbeiter sind noch mit weiteren Kulissenteilen beschäftigt: Aus in der Tischlerei gefertigten Holzgerippen entstehen drei überdimensionale Sofas, die mit Bauplanen bezogen werden und auf Schienen rollen. In dem riesigen Rahmen der Bühne sollen zudem acht jeweils zwei mal vier Meter große Raumteiler beweglich und drehbar platziert werden, die auf der einen Seite ein Landschaftsgemälde darstellen und auf der Rückseite Spiegel haben.

Hochbetrieb herrscht auch in der Theaterschneiderei. „Wir brauchen für den Chor etwa 120 Kostüme, für Statisten und Tänzer rund 30 und ebenso viele für die Solisten, da die Hauptrollen mehrfach besetzt sind“, erklärt Kostümdirektor Helmut Thiele. Für einige kann er auf den Fundus zurückgreifen, andere werden passend gemacht und viele nach den detaillierten Vorgaben von Bühnen- und Kostümbildnerin Romaine Fauchere neu angefertigt. „Wir liegen gut im Zeitplan“, versichern Thiele und Altermann.

 

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